Ziane ballert Lok Leipzig zum Pokalsieg

1. FC Lok - Chemnitzer FC: Das Tor des Tages und die Pokalübergabe 01:52 Min. Verfügbar bis 29.05.2022

Fußball | Sachsenpokal

Ziane ballert Lok Leipzig zum Pokalsieg

Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Lok Leipzig hat sich zum ersten Mal den Sachsenpokal geholt. Djamal Ziane sorgte in der Verlängerung für Glücksgefühle für den dezimierten FCL. Die Chemnitzer gingen nach zwei Pokalsiegen in Folge leer aus.

Der 1. FC Lok Leipzig darf sich auf den DFB-Pokal freuen. Der Regionalligist gewann das Finale im Sachsenpokal gegen den Chemnitzer FC mit 1:0 nach Verlängerung. Und Djamal Ziane bewies einmal mehr seinen Killerinstinkt. "Es war ein Traum für mich. Ich habe gesehen, wie die Bank in die Luft gesprungen ist. DFB-Pokal, ich bin sprachlos. Wir sind so oft auf die Schnauze gefallen, haben viele Big-Point-Spiele verloren. Jetzt waren wir einfach mal dran", jubelte der Matchwinner.

Dickste Chance vergibt Ziane

Tom Nattermann (11,Lok), Jovan Vidovic (5, Chemnitz).

Beide Trainer ließen die erste Elf auflaufen, die sich im Halbfinale durchgesetzt hatte. Und von der ersten Minute an legten beide Teams mit viel Engagement los. Allerdings sorgten Ungenauigkeiten auf beiden Seiten auch dafür, dass es in den ersten 20 Minuten keine echte Torchance gab. Aber dann kam richtig Schwung rein. In der 21. Minute hatte Chemnitz plötzlich die Chance, als Mike Eglseder wegrutschte. Doch Kevin Freiberger blieb am letzten Leipziger Mann, Leon Heynke, hängen. Dann marschierte Christian Bickel auf das Lok-Tor, verzog aber. Auf der Gegenseite hatten die Leipziger bereits den Torjubel auf den Lippen, als Djamal Ziane in der 34. Minute in den Strafraum zog und den Ball an Keeper Jakub Jakubov und auch am Tor vorbeilegte. Sascha Pfeffer scheiterte nur vier Minuten später nach einem Doppelpass an Jakubov.

Lok trotz Unterzahl gefährlicher

 Djamal ZIANE 13, Lok Leipzig gegen Riccardo GRYM 10, Chemnitzer FC

Chemnitz kam zunächst etwas schwungvoller in die zweite Halbzeit, allerdings ohne die echte Chance. Die hatte auf der Gegenseite Luca Sirch, der in der 65. Minute den Ball an den Pfosten köpfte. Selbst in Unterzahl, Leon Heynke sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (72.), blieb Lok das gefährlichere Team. Mike Eglseder (75.) und vor allem Sascha Pfeffer (77./79.) vergaben beste Chancen, allerdings machte CFC-Keeper Jakubov auch einen starken Job.

Ziane findet die Lücke

Auch die Verlängerung hatte es in sich: Tobias Müller hatte in der 93. Minute die Führung für den CFC auf dem Fuß, verzog nur knapp. Im Gegenzug musste sich Jakubov bei Zianes Kopfball mächtig strecken. Chemnitz machte nun mehr Dampf, aber Denis Jäpel (102.) stand nach einem weiten Ball plötzlich vor dem CFC-Schlussmann, brachte aber auch den Ball nicht unter. Dann kam die 111. Minute. Ein weiter Ball fand Ziane, der sich durchsetzte und aus 18 Metern ins rechte Eck traf. Danach gab es eine Abwerhschlacht von Lok, Chemnitz fand aber nicht mehr die entscheidende Lücke. Und Knipser Ziane freut sich nun auf den DFB-Pokal: "Das ist für mich das erste Mal. Jetzt hoffe ich auf einen Brocken und ein geiles Fest."

Fußball: Djamal Ziane und Sascha Pfeffer im Sieger-Interview 03:44 Min. Verfügbar bis 29.05.2022

Stimmen der Beteiligten:

Daniel Berlinski (Trainer Chemnitzer FC): "Es war nicht das Spiel, was wir zuletzt aufziehen konnten. Wir wollten das Zentrum geschlossen halten, das gelang. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Fehler, in der zweiten wurde es besser. Wir hatten aber gute Umschaltmomente. In der Verlängerung können wir das besser verteidigen. Das darf nicht passieren. Wir waren auch in den Zweikämpfen nicht so präsent. Der Torwart hat ein gutes Spiel gemacht, das ist seine Aufgabe. Wir haben den besten Keeper der Liga."

Daniel Berlinski: "Wir waren nicht so präsent" 02:07 Min. Verfügbar bis 29.05.2022

Almedin Civa (Trainer Lok Leipzig): "Es ist schwer, die Gefühle jetzt zu zeigen. Es ist eine Riesenfreude. Man wünscht sich immer Siege, aber dass wir den Menschen was zurückgeben, die uns seit Jahren unterstützen, das ist eine große Erleichterung. Wir haben verdient gewonnen, hatten in Unterzahl die besseren Chancen. Da kann man nur den Hut vor ziehen. Es gibt einen Fußballgott. Djamal hatte im Februar und März einen Hänger, hat sich durchgebissen. Es hat den richtigen erwischt."

Almedin Civa: "Es gibt einen Fußballgott" 03:09 Min. Verfügbar bis 29.05.2022

Thomas Löwe (Präsident Lok Leipzig): "Ich grüße alle Fans, die dieses Spiel geschaut haben. Für uns ist es ein Riesenerfolg. Wir hatten die besseren Chancen, auch in Unterzahl, sind stolz drauf. Es ist ein schönes Gefühl, im DFB-Pokal im Lostopf zu sein. Es ist schön, den Fans etwas zurückgeben zu können und den Unterstützern."

Sascha Pfeffer (Kapitän Lok Leipzig): "Was wir hier abgespult haben, ist unfassbar. Ich bin stolz, diese Mannschaft heute als Kapitän aufs Feld geführt zu haben."

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rei

MDR | Stand: 29.05.2021, 18:27

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