Fußball | 3. Liga "Wir spielen auf Sieg" – FSV Zwickau will drei Punkte im Kellerduell mit Oldenburg

Stand: 13.01.2023 08:00 Uhr

Zum Restart in der 3. Liga empfängt der FSV Zwickau am Freitagabend (19 Uhr im Ticker und live hören) den VfB Oldenburg und damit einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Ein Spiel, das die Schwäne unbedingt gewinnen wollen, um sich Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Dennoch hat der FSV noch ein paar Hürden zu bewältigen.

Form der vergangenen zehn Ligaspiele

Zwickau: U-N-S-U-N-N-N-U-N-S
Oldenburg: U-N-N-N-N-N-N-S-U-S

Vor der Winterpause konnte der FSV Zwickau im Sachsenderby der SG Dynamo Dresden ein Unentschieden abringen. Ganz anders sah es jedoch kurz nach dem Jahreswechsel aus. Im Testspiel gegen die SGD waren die Schwäne nicht auf der Höhe und verloren am Ende deutlich mit 0:3. Immerhin holte sich das Team von Joe Enochs noch ein gutes Gefühl vor dem Ligaauftakt nach der langen Winterpause. Gegen den VfB Auerbach gewann der FSV mit 5:1.

Tabellensituation
Spiele Tore Punkte
14. Borussia Dortmund 17 -10 18
15. Hallescher FC 17 -2 16
16. VfB Oldenburg 17 -12 16
17. FSV Zwickau 17 -12 16
18. Erzgebirge Aue 17 .10 14
19. SV Meppen 17 -14 13
20. SpVgg Bayreuth 17 -18 13

Oldenburger Auswärtsschwäche als Mutmacher

Es ist ein echtes Kellerduell am Freitagabend. Beide Teams stecken zur Saisonmitte mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Der FSV Zwickau rangiert mit Platz 17 sogar schon auf einem der Abstiegsränge. Keine gute Ausgangsposition für die Sachsen, aber noch lange kein Grund zur Resignation. Immerhin ist man mit dem Thema Abstiegskampf in Zwickau durchaus vertraut und hat in den vergangenen Jahren erfolgreich unter Beweis gestellt, diesen Druck bewältigen zu können.

Mit zwei Punkten Rückstand auf den BVB II auf Platz 14 und sechs Punkten zu Rot-Weiss Essen auf Platz 13 stehen die Türen zum Klassenerhalt nach der Rückrunde noch weit offen. Mut machen dürfte den Zwickauern auch die Auswärtsschwäche von Oldenburg. Nur magere sieben Punkte brachte der VfB in der Hinrunde auf fremden Plätzen zustande. Hinzu kommen insgesamt 33 Gegentreffer - Ligahöchstwert.

Vorerst keine Neuzugänge für Zwickau

Auf frischen Wind im Kader muss der FSV vorerst verzichten. Und das, obwohl die Schwäne ein paar Neuzugänge dringend gebrauchen könnten. Zwar stehen mit Verteidiger Janek Sternberg und Mittelfeldspieler Caniggia Elva schon zwei erfahrene Drittligaprofis in den Startlöchern, es hapert aber noch an der Freigabe des DFB. Grund ist die laufende Nachlizensierung, die dem Klub beim Thema Transfers momentan einen Strich durch die Rechnung macht. Sobald Klarheit herrscht, wolle man aber handeln.

Dabei gehe es bei der Kaderplanung vor allem um Qualität als um Quantität, erklärte Sportdirektor Toni Wachsmuth. "Es geht nicht darum, auf Krawall jemanden herzuholen", sagte der 36-Jährige vor dem Spiel. Trainer Joe Enochs hat Verständnis für die missliche Lage und will den Verantwortlichen keinen unnötigen Druck machen: "Es ist nicht meine Art, etwas vom Verein zu fordern. Ich habe vollstes Verständnis für Situation. Es ist nicht einfach für Vereine wie uns mit kleinem Etat."

Enochs: "Wir spielen auf Sieg"

Auf das Kellerduell am Freitag freut sich der FSV-Coach aber umso mehr. Enochs warnt zwar vor einer starken Drittligamannschaft mit guten und erfahrenen Spielern, will die Gäste jedoch auch nicht unnötig stark reden. "Wir freuen uns unheimlich auf das Spiel am Freitagabend. Ein Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, dazu noch ein Flutlichtspiel [...]. Wir glauben an uns und spielen natürlich auf Sieg", so Enochs auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

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vk