Springreiter Christian Ahlmann, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Marcus Ehning

Pferdesport | "Partner Pferd" Weltcup-Turnier "Partner Pferd" 2023 auf der Messe Leipzig - Alle Infos

Stand: 16.01.2023 11:38 Uhr

Mit Publikum und den Besten der Besten im Springreiten, Voltigieren und Fahren: Die Messe "Partner Pferd" findet vom 19. bis 22. Januar 2023 mit drei Weltcups statt. Hier bekommen Sie alle wichtigen Infos.

Was ist die "Partner Pferd"?

Die "Partner Pferd" ist ein dreifaches Weltcup-Turnier in Leipzig (Springreiten, Fahren, Voltigieren). Die Veranstaltung bietet neben dem facettenreichen Reitsport einen Expo-Bereich, informative Foren, eine Kinder-Erlebniswelt und Vorführungen und Präsentationen in einem Aktionsring. Im vergangenen Jahr waren 250 Aussteller sowie 80.800 Besucher dabei. 2023 findet die "Partner Pferd" zum 25. Mal statt.

Worum geht es bei der "Partner Pferd" sportlich?

Nachdem 2022 die Weltcup-Finals im Fahren, Springreiten, Voltigieren und in der Dressur ausgetragen worden sind, geht es dieses Jahr für die Pferdesport-Elite auf der Leipziger Messe um Weltcup-Punkte. Bis auf die Dressurreiterinnen und -reiter sind wieder alle dabei.

Wann zeigt "Sport im Osten" die wichtigsten Entscheidungen?

"Sport im Osten" berichtet auch dieses Mal umfangreich über die "Partner Pferd". Los geht es mit der Auftaktpressekonferenz am Dienstag, 17.01.2023 (11 Uhr) mit Turnierleiter Volker Wulff, sportlichen Gästen und Martin Buhl-Wagner, dem Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. Am Freitag, 20.01.2023 (18:15 Uhr) zeigt Sport im Osten zudem die Qualifikation für das Weltcup-Springen im Livestream. Zudem berichtet Sport im Osten am Samstag und Sonntag ((jeweils ab 16 Uhr) im MDR-Fernsehen und im Stream. Zusammenfassungen gibt es bei MDR AKTUELL.

Christian Ahlmann auf Caribis Z

Christian Ahlmann auf Caribis Z

Wo finden die Weltcup-Finals 2023 statt?

2022 ging es in Leipzig zuletzt in den Parcours bzw. ins Viereck. Dieses Mal stehen die Finals im Springreiten, Voltigieren und in der Dressur in Omaha im Mittleren Westen der USA an. Die Besten der Besten ermitteln vom 4. bis 8. April 2023 ihre Siegerinnen bzw. Sieger.

Was ist mit dem Weltcup-Finale im Fahren?

Die Weltcup-Saison endet für die Gespanne schon am ersten Februar-Wochenende. Nach den acht Weltcup-Stationen Lyon, Maastricht, Stuttgart, Stockholm, Geneva, London Excel, Mechelen und Leipzig geht es dann in Bordeaux ums Ganze.

Wer ist mit seinen Vierspännern in Leipzig dabei?

Schnellstmöglich durch die Hütchen: Wenn es in Leipzig wieder um Genauigkeit und Geschwindigkeit geht, sind Boyd Exell (AUS), Ijsbrand Chardon (NED), Bram Chardon (NED), Glenn Geerts (BEL) und Jérôme Voutaz (SUI) dabei. Das Publikum kann sich zudem auf die deutschen Starter Michael Brauchle und Georg von Stein sowie den Niederländer Koos de Ronde freuen, die Wild Cards erhalten haben. Für von Stein ist es der erste Weltcup-Start in dieser Saison. Brauchle hatte sich für Maastricht, Stockholm, Geneva und Mechelen qualifiziert. Mareike Harm ist diese Saison nicht dabei.

Michael Brauchle mit seinem Vierspänner

Michael Brauchle mit seinem Vierspänner

Wer hat zuletzt in Leipzig Erfolge bei der "Partner Pferd" gefeiert?

Vor neun Monaten haben sich Martin Fuchs aus der Schweiz und der damals 15-jährige "Chaplin" als Weltcupgesamtsieger im Springreiten hervorgetan. David Will landete auf "C Vier" als bester Deutscher auf Rang sechs. Im Großen Preis von Leipzig setzte sich der Belgier Jos Verlooy vor Gerrit Nieberg, Mario Stevens und René Dittmer durch.

Reiter auf Pferd.

Reiter auf Pferd.

Wer jubelte jüngst im Voltigieren in Leipzig?

Im Pas de Deux der Voltigierer haben es Janika Derks und Johannes Kay zu ihrem Karriereende krachen lassen. Sie siegten auf "Humphrey Bogart" mit 8.754 und 8.918 Punkten deutlich. Bei den Frauen überzeugte die Französin Manon Moutinho auf "Saitiri" vor der Zweitplatzierten Derks. Der Italiener Lorenzo Lupacchini verwies auf "Rosenstolz" den französischen Ausnahmevoltigierer Lambert Leclezio auf Rang zwei. 

Janika Derks und Johannes Kay auf "Humphrey Bogart"

Janika Derks und Johannes Kay auf "Humphrey Bogart"

Wer hat zuletzt die Wettbewerbe im Fahren in Leipzig gewonnen?

Von den acht gestarteten Vierspännern erreichte der des Niederländers Bram Chardon das beste Resultat. Chardon und Boyd Exell (AUS) führten einen irren Zweikampf. Georg von Stein war als einziger Deutscher dabei und wurde Sechster. Im Jahr davor verwies Boyd Exell Bram Chardon und Jerome Voutaz aus der Schweiz auf die Plätze zwei und drei.

Bram Chardon

Bram Chardon (Archiv)

Wann gibt es wieder einmal Weltcup-Finals in Leipzig?

Nach der Großveranstaltung 2022 stellte Turnierchef Volker Wulff ein mögliches weiteres Weltcupfinale in der Messestadt in Aussicht: "Wir bleiben mit der FEI im Gespräch. Wenn alle Partner, die Messe, die Stadt und der Freistaat sagen ‚das war cool‘, sind wir eigentlich immer bereit." Ein konkretes Jahr gibt es aber aktuell noch nicht.

Volker Wulff

Volker Wulff

Inwiefern wird ein artgerechter Umgang mit den Pferden sichergestellt?

Vor den Prüfungen muss jedes Pferd zu einem sogenannten "VET-Check". Bei diesem achten Tierärztinnen und Tierärzte darauf, dass die Tiere nicht lahmen. Des Weiteren beobachten Richter auf dem Vorbereitungsplatz die Art des Reitens. Wenn der Umgang oder die Ausrüstung nicht pferdegerecht ist, wird der Reiter angesprochen. Möglich ist eine Verwarnung oder ein Ausschluss von der Prüfung.

Welche Themen beschäftigen den Reitsport momentan?

Nachdem Springreiter Ludger Beerbaum in einem RTL-Beitrag vorgeworfen worden war, Pferde tierschutzwidrig zu "barren", läuft noch immer ein Disziplinarverfahren vor der Disziplinarkommission gegen ihn. Der nationale Verband FN bat in einer Anfrage von "Sport im Osten" um Verständnis, dass sich der Verband zu laufenden Verfahren nicht äußert.

Jüngst kritisierte Beerbaum im "Spiegel" den internationalen Reiterverband FEI und den nationalen Verband FN. Beerbaum habe den Eindruck, die FN lasse sich die Deutungshoheit über den Pferdesport zusehends von der Öffentlichkeit aus der Hand nehmen. Der Springreiter verteidigte den Einsatz von Gebiss, Gerte und Sporen: "Nur mit einem Strick um den Hals können wir keinen Springwettbewerb und keine Dressur bestreiten."

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mkö