Schwimmen | WM Wellbrock sichert Freiwasser-Staffel WM-Gold

Stand: 26.06.2022 14:47 Uhr

Nach Silber und Bronze nun endlich Gold: Florian Wellbrock angelt sich auf dem weltmeisterlichen Wasser von Budapest den Titel in der Freiwasser-Staffel. Und zwei Chancen hat der Magdeburger noch. Im Synchronspringen holte zudem der Dresdner Timo Barthel Bronze.

Schwimmstar Florian Wellbrock hat im dritten Anlauf sein erstes Gold bei der WM in Budapest gewonnen. Der Olympiasieger führte die deutsche Freiwasserstaffel als Schlussschwimmer nach 4x1,5 km im Lupasee in 1:04:40,5 Stunden zum Sieg. Platz zwei ging an Ungarn vor Italien.

Noch zwei Starts für Wellbrock

Neben Wellbrock durften auch Lea Boy, Oliver Klemet und Leonie Beck über Deutschlands erfolgreiche Titelverteidigung jubeln. Boy war schon beim Triumph bei der vorangegangenen WM 2019 in Südkorea dabei gewesen. Wellbrock hatte zuvor bereits im Becken der Duna Arena Silber (800 m Freistil) und Bronze (1.500 m Freistil) gewonnen. Im Freiwasser geht der Magdeburger auch noch über die fünf und olympischen zehn Kilometer mit Siegchancen an den Start.

"Haben Super-Job gemacht"

"Wir sind sehr zufrieden, wir haben einen super Job gemacht", sagte Wellbrock. Das traf vor allem auf ihn selbst zu. "Der Medaillensatz ist jetzt komplett. Alles, was jetzt noch kommt, ist on top", meinte der Magdeburger: "Es ist schon mal schön, Bronze, Silber und Gold beisammen zu haben."

Vier Teams disqualifiziert

Während des Rennens am Sonntag waren vier Nationen disqualifiziert worden. Die zu diesem Zeitpunkt vorne schwimmenden Teams aus Griechenland, Südkorea, Südafrika und Spanien wurden kurz nach dem ersten Wechsel aus dem Rennen genommen. Sie hatten wohl einen falschen Weg im Lupa-See gewählt.

Hallenser Wasserspringer holt Bronze

Die Wasserspringer Lars Rüdiger (Berlin) und Timo Barthel (SV Halle) haben überraschend WM-Bronze gewonnen. Das neuformierte Duo musste sich im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett nur den siegreichen Cao Yuan/Wang Zongyuan aus China und Anthony Harding/Jack Laugher aus Großbritannien geschlagen geben. Bis zum Ende der vergangenen Saison war Rüdiger mit Patrick Hausding gesprungen. Der Rekord-Europameister aus Berlin, der drei olympische Medaillen sammelte, hatte Anfang Mai seine Karriere beendet. "Ich kann seit zwei Wochen nicht mehr schlafen, weil ich immer von dieser Medaille geträumt habe", gab Barthel zu, "es ist einfach unfassbar."

dpa