Wegen 2G: Dynamo-Ultras boykottieren vorerst auch Heimspiele

Dynamofans im K-Block

Fußball | 2. Bundesliga

Wegen 2G: Dynamo-Ultras boykottieren vorerst auch Heimspiele

Bereits beim Auswärtsspiel gegen St. Pauli musste Dynamo Dresden auf die Unterstützung seiner aktiven Fanszene verzichten. Nun haben die Ultras der SGD angekündigt, bis auf Weiteres auch bei den Heimspielen ihres Teams nicht geschlossen aufzutreten.

Die SG Dynamo Dresden wird auch beim kommenden Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 21. November ohne die geschlossene Unterstützung ihrer Ultras auskommen müssen. Wie der "K-Block Dynamo" auf seiner Homepage bekannt gab, wird "die aktive Fanszene der SG Dynamo Dresden [...] bis auf weiteres nicht mehr geschlossen im Stadion auftreten." Grund ist die neue Corona-Schutzverordnung in Sachsen und die damit eingeführte 2G-Regel beim Stadionbesuch.

"Rote Linie überschritten"

"Bereits Ende September haben wir als aktive Fanszene, gemeinsam mit der SGD, unsere Haltung zur 3G-/2G-Regelung rund um den Besuch eines Fußballstadions mitgeteilt. An dieser Haltung halten wir auch weiterhin fest!", heißt es in dem Statement. "Die neue 2G-Regel schließt (ungeimpfte) Personen nunmehr kategorisch aus, die bei der bisherigen 3G-Regel noch stets die freie Wahl hatten, einen entsprechenden Mehraufwand für den Stadionbesuch in Kauf zu nehmen. Damit ist für uns die rote Linie nun leider überschritten."

Gänzlich fernbleiben werden die Ultras den Heimspielen aber wohl nicht. Man werde "keinesfalls, die nächsten Wochen zu Hause auf der Couch herumliegen", so der "K-Block" und ergänzte: "… Unser Wappen tragen wir mit Stolz. Unser Auftritt ist geschlossen - auf dem Rasen, auf den Rängen, überall und zu jeder Zeit!"

Die nach gutem Saisonstart zuletzt stark ins Straucheln geratenen Dresdner mussten bereits Anfang Oktober beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli auf die Unterstützung ihrer Ultras verzichten. Auch damals war die am Millerntor geltende 2G-Regel der Grund für den Boykott.

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red

MDR | Stand: 12.11.2021, 12:15

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