Mindaugas Susinskas (Niners Chemnitz)

Basketball | Europe Cup Viertelfinaltraum der Niners Chemnitz platzt nach großem Kampf

Stand: 24.01.2023 22:51 Uhr

Die Niners Chemnitz haben Cholet Basket im Zwischenrunden-Rückspiel des Europe Cups alles abverlangt und standen nur Sekunden vor Schluss vor der großen Überraschung bei den favorisierten Franzosen – schlussendlich musste das Pastore-Team seine Viertelfinal-Träume aber denkbar bitter vorzeitig begraben.

Basketball-Bundesligist Niners Chemnitz hat vor den abschließenden Partien in Porto und Craiova keine Chance mehr auf das Viertelfinale im Europe Cup. Grund dafür war die allzu knappe 75:77 (38:44)-Auswärtsniederlage des Teams von Cheftrainer Rodrigo Pastore bei Cholet Basket, dem aktuellen Tabellendritten aus der ersten französischen Liga. Niners-Topscorer Mindaugas Susinskas (19 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists) hatte in einer hochspannenden Partie den letzten Wurf zum möglichen Sieg mit der Schlusssirene auf den Ring gesetzt.

Niners: Großartiger Start, aber knapper Pausenrückstand

Die von zuletzt vier Pflichtspielsiegen in Serie beflügelten Sachsen erwischten einen Traumstart und lagen nicht zuletzt dank drei in Serie getroffenen Dreiern von Susinskas und Aher Uguak nach kaum zweieinhalb Minuten mit 11:0 in Führung. Erst im Anschluss legten die Gastgeber ihre Unkonzentriertheit ab. Zwar blieb Chemnitz im ersten Viertel durchweg in Führung, aber Cholet kam peu à peu heran und lag unmittelbar zu Beginn des zweiten Durchgangs durch Kim Tillies verwandelte Freiwürfe erstmals vorn (11./20:21).

Es wogte dann zunächst hin und her, ehe das Pastore-Team dank des eiskalten Dreiers von Center-Neuzugang Malik Osborne ein kleines Statement zum 36:32 (16.) setzte. Jedoch verloren die Gäste in den verbleibenden Minuten bis zur Pause den Faden. Cholet verpasste dem BBL-Playoffanwärter einen 12:2-Lauf und damit die Sechs-Punkte-Hypothek (20./38:44).

Artis reißt Chemnitz aus allen Träumen

Aber Chemnitz kam mit der richtigen Rekation aus der Kabine zurück. Susinskas brachte die Niners mit drei seiner insgesamt fünf erfolgreichen Dreier erneut in Führung, ehe Arnas Velicka den Lauf umgehend auf 12:1 ausbaute (45./50:45). Zwar fingen sich die Franzosen in der Folge wieder etwas, doch die aggressive Defense von Osborne und Co. hielt Cholet im dritten Viertel bei zehn Punkten.

Der Schlussabschnitt sollte zur Nervenschlacht werden, in der die Sachsen nach zwischenzeitlichem Vier-Punkte-Rückstand (36./68:72) wieder zurückkamen: Erst gelang Dominic Lockhart das Ausrufezeichen für drei (37./73:72), dann behielt Uguak von der Freiwurflinie die Nerven (40./75:74). Das allerletzte Wort aber hatte Cholets bester Werfer Dominic Artis, der auf Uguaks denkbar bitteres Offensivfoul im Gegenzug mit dem wilden und trotzdem erfolgreichen Dreier drei Sekunden vor Schluss antwortete.

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mhe