Vetter knackt erneut die 90-Meter-Marke

Johannes Vetter beim Speerwurf.

Leichtathletik | Speerwerfen

Vetter knackt erneut die 90-Meter-Marke

Wenige Wochen vor den Olympischen Spielen hat Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter einmal mehr seine herausragende Form unter Beweis gestellt. Der gebürtige Dresdner übertraf am Dienstag in Luzern zum siebten Mal in Folge die 90-Meter-Marke.

Speerwerfer Johannes Vetter hat beim internationalen Leichtathletik-Meeting in Luzern erneut seine Überlegenheit demonstriert. Der 28-Jährige von der LG Offenburg gewann am Dienstagabend (29. Juni) auch auf regennassem Anlauf souverän mit 92,14 Metern. Damit übertraf der Weltmeister von 2017 zum siebten Mal hintereinander in einem Wettkampf die 90-Meter-Marke und untermauerte seine Favoritenstellung für die Olympischen Spiele in Tokio.

Vetter seit Wochen in Topform

"Die Zuschauer haben eine tolle Stimmung gemacht. Aber es war heute nicht so einfach zu werfen. Ich bin sehr glücklich, dass es drei Tage nach Kuortane wieder gut gelaufen ist", sagte Vetter im "Eurosport"-Interview. In Finnland hatte der deutsche Rekordhalter am vergangenen Samstag seinen ersten Wettkampf nach einer Verletzungspause bestritten. Seine Weltjahresbestleistung von Ende Mai steht bei 96,29 Metern. Kein anderer Athlet hatte in diesem Jahr die 90-Meter-Marke überworfen.

Hinter Vetter, der den Wettkampf nach drei Versuchen beendete, landete Walcott Keshorn, der Olympiasieger von 2012 aus Trinidad und Tobago, mit 85,16 Metern auf Rang zwei. Den dritten Platz belegte der deutsche Meister Julian Weber aus Mainz (84,95).

Röhler sagt für Olympia ab

Rio-Goldmedaillengewinner Thomas Röhler hatte am Montag seine Teilnahme an den Olympischen Spielen schweren Herzens abgesagt. Rückenprobleme zwangen den 29-Jährigen vom LC Jena zu dieser Entscheidung. "Ich muss jetzt auf meinen Körper hören, da ich meinen Sport noch ein paar Jahre auf Top-Niveau ausüben möchte", erklärte der Thüringer. "Mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen würde ich aufgrund der Rückenverletzung zu viel riskieren."

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jsc/dpa

MDR | Stand: 29.06.2021, 22:27

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