Traumeinstand für Dotchev Erzgebirge Aue schnappt sich drei Punkte in Ingolstadt

Stand: 16.01.2023 22:59 Uhr

Das war die erhofft Ansage: Der FC Erzgebirge Aue feiert mit dem neuen, alten Trainer Pavel Dotchev einen wichtigen Dreier beim FC Ingolstadt und ließ sich dabei auch nicht von einem frühen Gegentor schocken.

Der FC Erzgebirge Aue ist mit einem Achtungserfolg ins neue Jahr gestartet. Bei Aufstiegsaspirant FC Ingolstadt holten sich die Veilchen einen wichtigen und am Ende auch verdienten 2:1-Auswärtserfolg. Dabei zeigte das Team von Trainer Pavel Dotchev echte Comeback-Qualitäten, kam nach einem frühen Rückstand zurück.

Früher Auer Rückstand nach Blackout

Der FC Erzgebirge Aue hatte sich nach einer gelungenen Vorbereitung viel vorgenommen. Trainer Dotchev änderte die Startelf im Vergleich zum letzten Pflichtspiel im November glich auf sechs Positionen. Dann aber passierte den Veilchen gleich in der neunten Minute ein schwerer Patzer. Nach einem weiten Ball waren Korbinian Burger und Keeper Martin Männel uneins, wer eingreift. Justin Butler nutzte die Chance und netzte aus Nahdistanz ins leere Tor ein. Aue schüttelte sich, kam aber mit dem frühen Pressing von Ingolstadt zunächst nicht zurecht. Doch das Spiel wurde ab der 25. Minute offener und Omar Sijaric hatte in der 32. Minute die große Ausgleichchance, scheiterte aber aus 16 Metern an Keeper Marius Funk.

Justin Butler ( 31, Ingolstadt) jubelt.

Justin Butler bejubelt den frühen Führungstreffer für Ingolstadt.

Gegen Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie noch einmal an Fahrt auf, zunächst stand der FCI nah am 2:0. Pascal Testroet legte auf den startenden Maximilian Dittgen auf, der aus acht Metern den Ball an Männel und dem Tor vorbeilegte. Aue wirkte etwas unsortiert und schlug dann in der Nachspielzeit selbst zu. Marvin Stefaniak prüfte zunächst aus 18 Metern Funk, Antonio Jonjic schaltete am schnellsten und traf aus fünf Metern ins rechte Eck zum 1:1. Große Aufregung dann noch kurz vor dem Pausenpfiff, als Calivn Brackelmann Sijaric mit dem Ellenbogen zu Boden beförderte , der Pfiff und die mögliche Rote Karte aber ausblieben.

Spielszene im Spiel Ingolstadt - Aue

Antonio Jonjic trifft für Aue zum Ausgleich.

Mutige Veilchen werden belohnt

Das Tor gab Aue Mut, die Veilchen dominierte nach dem Wechsel, erkämpften sich mehr Spielanteile. Und belohnte sich endlich. Paul-Philipp Besong lief in der 67. Minute in den Strafraum und wurde von Hans Nunoo Sarpei gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Dimitrij Nazarov sicher ins rechte Eck. Ingolstadt machte nun mehr Druck, Aue stand aber über weite Strecken gut, kämpfte um jeden Ball. Und wenn mal einer durchkam, wie beim Knaller von Marcel Costly, klärte Martin Männel mit einem tollen Reflex (74.). In der Schlussphase hielten die Sachsen dann geschickt den Ball weg vom eigenen Strafraum und rissen nach fünf Nachspielminuten die Arme in die Luft.

Dimitrij Nazarov Aue, 10 trifft per Foulelfmeter zum 1:2

Dimitrij Nazarov bringt Aue per Elfmeter in Führung.

Stimmen zum Spiel

Pavel Dotchev: "Müssen gegen Bayreuth jetzt nachlagen"

Antonio Jonjic (Torschütze FC Erzgebirge Aue bei Magenta Sport): "Es war eklig am Anfang, aber wir sind einfach drangeblieben. Ich bin auf den Abpraller gegangen und er ist mir Gott sei Dank auf den Fuß gefallen. Das war Spekulatius. Das gibt uns ein gutes Gefühl."

Rüdiger Rehm (Trainer FC Ingolstadt bei Magenta Sport): "Ich bin enttäuscht, wie die Mannschaft auch Wir haben es uns selbst zuzuschreiben. Nach 20 Minuten standen wir nicht gut. Wir hatten aber viele Chancen, zwölf oder 13 Eckbälle. Es war ein Spiel, das offen war. Wir hätten es defensiv besser verteidigen können. Es gab viele Situationen im Spiel, wo es in jede Richtung hätte kippen können. Wir müssen an der Chancenverwertung arbeiten und hinten kompakter und stabiler stehen. Es sind noch viele Spiele. Heute sind wir enttäusch. Morgen nehmen wir die Köpfe wieder hoch, dann geht es weiter."

rei