Magdeburger Gastspiel bei 1860 München ohne Zuschauer

Alexander Bittroff, 1. FC Magdeburg

Fußball | 3. Liga

Magdeburger Gastspiel bei 1860 München ohne Zuschauer

Der 1. FC Mageburg trifft am Sonnabend (14 Uhr, live im MDR-TV und in der SpiO-App sowie auf sport-im-osten.de) auf einen traditionsreichen Gegner: 1860 München. Normalerweise herrscht in der Spielstätte der "Löwen" eine tolle Stimmung. Doch diesmal wird die Partie ein Geisterspiel.

Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag (03.12.2021) inmitten der vierten Corona-Welle eine entsprechende Verschärfung der Maßnahmen. Die neuen Beschlüsse gelten bereits ab diesem Samstag und betreffen den gesamten "Profisport für überregionale Ligen", wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf der anschließenden Pressekonferenz verkündete. Damit wird das Spiel des FCM im Stadion an der Grünwalder Straße ein Geisterspiel.

Grundsätzlich hatten sich Bundesregierung und Länderchefs hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden dürfen. Im Freien dürfen es höchstens 15 000 Zuschauer sein. In Regionen mit sehr hohen Infektionszahlen sollen große Veranstaltungen sogar abgesagt oder im Sport zumindest Geisterspiele durchgesetzt werden. In Bayern lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Donnerstag bei 573 Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Titz: "Freue mich über Zuschauer, auch wenn sie gegen uns sind" 08:22 Min. Verfügbar bis 04.12.2022

Titz warnt vor Zielspieler Mölders

FCM-Coach Christian Titz meinte bei der Pressekonferenz zum Spiel, dass der mögliche Zuschauerschluss seine Planungen für die Partie kaum betrifft: "Wir haben darauf keinen Einfluss und in der vergangenen Saison auch schon unter diesen Bedingungen gespielt." Der 50-Jährige hätte auch nichts gegen viele gegnerische Fans im Stadion, denn er freue sich immer über Zuschauer, "auch wenn sie gegen uns sind."

Semi Belkahia vom TSV 1860 München jubelt mit Sascha Mölders (li.)

Rein sportlich werden Titz mit Kai Brünker und Tobias Müller zwei wichtige Spieler im Angriff und in der Abwehr fehlen. Ersterer könnte sogar noch bis zum Jahresende ausfallen, Letzterer macht zwar schon Fortschritte und befindet sich im Aufbautraining, das 1860-Spiel komm für ihn aber zu früh.

Das ist für die Elbestädter besonders bitter, da die "Löwen" mit Sascha Mölders einen kopfballstarker Stürmer haben, für den Müller der perfekte Konterpart gewesen wäre. "Mölders ist der Zielspieler bei 1860 und wir müssen bei Eingaben auf ihn aufpassen, da er Bälle gut festmachen und verlängern kann", weiß Titz. "Auf dieser Position ist er der stärkste Zielspieler der Liga."

Rückschlag für 1860 gegen Mannheim

Insgesamt blieben die Sechzger in dieser Saison aber hinter ihren und den Erwartungen der Experten zurück. Zwar konnten sie in den vergangenen Wochen etwas Boden gutmachen, doch am Dienstag folgte mit dem 1:3 im Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim wieder ein Rückschlag. "Wir werden dieses Ergebnis nicht als Maßstab nehmen, sondern die Leistungen der letzten Wochen und die waren stabil", betonte Titz.

Wenn man sich den Kader anschaue, sollte 1860 München eigentlich oben dabei sein, so der Coach. Doch aktuell rangiert der Verein aus München-Giesing nur auf Platz neun. "Nach der Niederlage gegen Mannheim geht es für sie darum, wieder oben reinzustoßen, deswegen werden wir auf eine sehr gefährliche Mannschaft treffen", warnt Titz.

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cdi/dpa

MDR | Stand: 04.12.2021, 09:15

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