Später Nackenschlag kostet dem Halleschen FC einen Punkt gegen Saarbrücken

Hallescher FC - 1. FC Saarbrücken: Die Tore auf einen Blick 01:36 Min. Verfügbar bis 19.10.2022

Fußball | 3. Liga

Später Nackenschlag kostet dem Halleschen FC einen Punkt gegen Saarbrücken

Ein später Nackenschlag hat dem Halleschen FC einen Punkt gegen Saarbrücken gekostet. Der verletzungsgeplagte HFC verlor trotz Führung zur Halbzeit noch denkbar bitter mit 2:3 (2:1). Gerade vor der Pause lieferten sich beide Teams ein Spektakel mit offenem Visier, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Die letzte Antwort fanden jedoch die Gäste.

Der frisch verlegte neue Rasen im Hallenser Chemie-Stadion schien die Spiellust der Kontrahenten geweckt zu haben. Von Anfang an lieferten sich der fast mit dem letzten Aufgebot angetretene HFC – das Durchschnittsalter der nur fünf Feldspieler auf der Bank betrug 19,2 Jahre – und Saarbrücken ein Duell mit offenem Visier.

Eberwein & Boyd krönen Spektakel vor der Pause

Terrence Boyd  13 Hallescher FC, Dennis Erdmann  13 1. FC Saarbrücken im Kampf um den Ball.

Als sich FCS-Linksaußen Gouras noch den Anschiss von Mitspieler Jacob über seine vergebene Doppelchance anhören musste, hatte Terrence Boyd auf der anderen Seite völlig frei schon den Innenpfosten getroffen (3.). Mit Strafraumszenen en masse ging es weiter. Ex-FCM-Profi Dominik Ernst schob nach Grimaldis Steckpass links vorbei (20.), ehe Eberwein fast im Gegenzug nach Kastenhofers feinem Zuspiel den Querbalken traf (21.).

Kurz darauf stand Kastenhofer erneut im Blickpunkt – nachdem HFC-Keeper Schreiber Jacobs Kopfball mit Glanzparade vereitelte, traf der Verteidiger den FCS-Angreifer unglücklich mit dem Fuß im Gesicht. Schreiber hatte bei Adriano Grimaldis anschließendem Elfmeter noch die Hand am Ball, ließ ihn aber durchrutschen (25.). Und der HFC? Schlug doppelt zurück! Erst staubte Michael Eberwein Shcherbakovskis verdeckten Schuss zu seinem achten Saisontor ab, dann hämmerte Boyd die Vorlage von Titsch Rivero unter die Latte (43./45.+1). Das mit 5.634 Fans gefüllte Chemie-Stadion stand Kopf.

Kurz vor Schluss steigt Grimaldi höher als Nietfeld

Allerdings stachen die Saarländer nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff in eine folgenschwere Lücke auf der linken Seite der Saalestädter: Jänicke wurde nicht angegriffen, Ernst hinterlief, legte quer, wodurch Sebastian Jacob frei zum 2:2 einschieben durfte (49.). Ein Wirkungstreffer. Mit zunehmender Spielzeit schwanden bei den Hallensern die Kräfte. Eberweins zu hoch angesetzter Versuch kurz vor dem Ausgleich (47.) sollte die einzig nennenswerte HFC-Abschlussaktion nach der Pause bleiben.

Saarbrücken hingegen setzte sich mehr und mehr in der gegnerischen Hälfte fest – jedoch ohne Schreiber und seine Vorderleute wirklich in Bedrängnis zu bringen. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, flankte Ernst ein letztes Mal ins Zentrum, wo Grimaldi höher als Nietfeld stieg und unhaltbar einköpfte (88.). Während die bis dato punktgleichen Saarbrücker nach ihrem fünften Saisonsieg auf den Relegationsrang kletterten, rutschte der HFC zunächst auf Rang zehn ab.

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mhe

Stimmen zum Spiel

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MDR | Stand: 16.10.2021, 18:12

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