Serie gerissen - Zwickau unterliegt Bayern II im Schneetreiben von München

3. Liga: Zwickaus Erfolsserie findet ein bitteres Ende 03:01 Min. Verfügbar bis 11.02.2022

Fußball | 3. Liga

Serie gerissen - Zwickau unterliegt Bayern II im Schneetreiben von München

Der FSV Zwickau hat nach fünf ungeschlagenen Partien in Folge wieder eine Niederlage einstecken müssen. Bei der Reserve vom FC Bayern München trafen die Sachsen gleich zweimal ins eigene Tor und mussten sich am Ende mit 3:2 geschlagen geben. Im Schneetreiben von München stand die Partie in der Halbzeitpause sogar noch auf der Kippe, konnte letztlich mit großer Verzögerung aber doch fortgesetzt werden.

Doppelschlag der Bayern

Zu Beginn der Partie standen die Zwickauer zunächst kompakt in der Verteidigung und machten den Bayern die Räume eng. Auch nach vorne sah das Spiel der Sachsen in den Anfangsminuten durchaus vielversprechend aus. Doch dann der Rückschlag. Lenn Jastremski traf nach einem sehenswerten Angriff der Bayern per Abstauber zum 1:0 (12.) und FSV-Keeper Brinkies machte dabei nicht die beste Figur. Kurz nach dem Anstoß tauchte Timo Kern, nach einem tiefen Pass, vor dem Zwickauer Tor und schob den Ball erneut an Brinkies vorbei. Juzu Stanic konnte kurz vor der Linie klären, schoss dabei aber Teamkollege Davy Frick an und der Ball landete nur zwei Minuten später erneut im Kasten der Schwäne.

Der Schock über die zwei schnellen Gegentore war den Gästen deutlich anzusehen und der FSV hatte Glück kurz darauf nicht noch das 3:0 zu kriegen. In der Folge konnten die Zwickauer aber wieder in ihr Spiel finden und machten vor allem hinten eine deutlich bessere Figur. Wichtig für die Moral war der Anschlusstreffer von Marco Schikora kurz vor dem Pausenpfiff. Der Abwehrspieler konnte nach einer Ecke von Can Coskun per Kopf zum 1:2 (45.) einnicken und die Hoffnungen der Schwäne hochhalten.

Diskussionen über einen Spielabbruch

Aufgrund des immer stärker werdenden Schneefalls im Grünwalder Stadion stand die Fortsetzung der Partie in der Halbzeit auf der Kippe. Das Schiedsrichter-Gespann um Lars Erbst hatte vor allem Probleme die Linien auf dem Spielfeld eindeutig zu erkennen - es war keine rote Farbe in München vorhanden. Nach langer Diskussion und mit vielen Helfern auf dem Platz konnte das Spiel nach 40-minütiger Verzögerung aber doch noch fortgesetzt werden.

Viel Kampf - wenig Glück für Zwickau

Morris Schröter und Lars Lokotsch

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Enochs-Elf eine deutlich bessere Leistung und setzte die Bayern zunehmend unter Druck. Es dauerte bis zu 60 Minuten, bis dies endlich Früchte trug. Schikora flankte den Ball mit viel Effet in den gegnerischen Sechzehner. Nachdem die Kugel einmal aufgesetzt war kam Zwickaus Top-Scorer Morris per Flugkopfball angeflogen und drückte das Leder zum 2:2-Ausgleich über die Linie. Jetzt war die Partie wieder völlig offen und Zwickau wollte jetzt mehr. Umso bitterer war der erneute Rückstand in der 73. Minute. Die Bayern konterten im eigenen Stadion und nach einer scharfen Hereingabe in die Mitte, sprang der Ball vom Fuß des heran eilenden Steffen Nkansah zum zweiten Mal im eigenen Kasten.

Erneut brauchten die Zwickauer ein paar Minuten, um ihre Schlussoffensive einzuleiten. Es folgten Chancen von Schröter (88.), König (89.) und Nkansah (90.) der seinen Fehler wieder hätte gut machen können. Doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie und so mussten sich die Schwäne am Ende doch geschlagen geben.

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vk

Das sagten die Trainer

Joe Enochs (Zwickau): " Wir haben das Spiel in den ersten 20-25 Minuten verloren, das muss man einfach sagen. Da haben wir zu tief gespielt und unser Plan ist nicht aufgegangen. Wie die Mannschaft sich dann zurück gekämpft hat, war genau das, was wir hier in Zwickau sehen wollen. Am Ende des Spiels haben wir drei Riesenchancen - nicht nur auf ein Unentschieden, sondern auch hier noch drei Punkte mitzunehmen."

Holger Seitz (München): " Wir haben überragende 25 Minuten gespielt, dann sind wir ein bisschen nachlässig geworden und man hat gesehen, welche Qualität Zwickau hat und wie die zurückgekommen sind. Wir wussten, dass Zwickau mit ihrer ganzen Wucht und Physis kommen wird, aber die Jungs haben alles abgerufen und dagegen gehalten.

MDR | Stand: 11.02.2021, 10:06

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