Cindy Roleder

Leichtathletik | 24. Internationales Hallenmeeting in Chemnitz Roleder überzeugt auf ihrer Abschiedstournee

Stand: 21.01.2023 17:42 Uhr

Beim traditionellen Hallenmeeting in Chemnitz haben die mitteldeutschen Athleten überzeugt. Cindy Roleder gewann den Hürdensprint, Maria Purtsa und Max Heß lagen im Dreisprung vorn.

Dreisprung: Lokalmatadoren Purtsa und Heß vorn

Die Lokalmatadorin Maria Purtsa ist beim Leichtathletik-Hallenmeeting in Chemnitz ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Dreisprung-Athletin vom LAC Erdgas Chemnitz kam beim traditionellen Meeting in ihrer Heimatstadt auf 13,38 Meter und ließ ihre drei Konkurrentinnen klar hinter sich. Purtsa, die deutsche Meisterin des Jahres 2020, blieb allerdings hinter ihrer persönlichen Bestleistung (13,67 Meter) zurück, die sie bei den Hallenmeisterschaften 2021 in Dortmund aufgestellt hatte. Dritte hinter Imke Daalmann wurde Annabell Recke vom LC Jena, die mit 12,21 Metern einen neuen persönlichen Bestwert aufstellte.

Maria Purtsa während Dreisprung.

Maria Purtsa ließ ihre Konkurrentinnen klar hinter sich.

"Für den Einstieg ist das ganz zufriedenstellend", zeigte sich Purtsa im MDR-Interview mit ihrer Leistung einverstanden, will sich aber noch steigern: "Jetzt heißt es weitermachen, an den kleinen Defiziten arbeiten und Spaß haben." Bei den Herren setzte sich ebenfalls der Favorit durch: Max Heß aus Chemnitz sprang in seinem letzten Versuch auf starke 16,87 Meter, der vielfache deutsche Meister und Europameister von 2016 ließ seinen ärgsten Konkurrenten Mohammad Amin Alsalami aus Berlin hinter sich.

60m Hürden: Vogel Zweiter, Roleder gewinnt

Martin Vogel musste sich derweil im 60-Meter-Hürdensprint mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Der ebenfalls für den LAC Chemnitz startende Athlet erreichte die Ziellinie knapp hinter dem Hamburger Manuel Mordi, der nur 7,78 Sekunden für den Sieg benötigte.

Bei den Frauen richteten sich danach alle Augen auf Cindy Roleder. Die 33-Jährige vom SV Halle befindet sich auf Abschiedstournee, nach den deutschen Meisterschaften am 18. und 19. Februar in Dortmund will sie ihre lange und erfolgreiche Karriere beenden. Gelingt ihr die Qualifikation für die Hallen-EM in Istanbul (2. bis 5. März), würde sich ihr letzter Auftritt noch einmal verschieben. In Chemnitz hatte die Halleneuropameisterin von 2017 auf den letzten Metern die Nase vorn und kam nach 8,30 Sekunden als Erste ins Ziel.

Roleder blüht in Chemnitz noch einmal auf

"Ich bin erstmal happy, dass ich gewonnen habe, dass ich mich noch einmal gezeigt habe", sagte Roleder dem MDR. Über ihr kommendes Karriere-Ende will sie sich zurzeit aber noch nicht den Kopf zerbrechen: "Ich versuche, das alles ein bisschen auszublenden. Bis jetzt gelingt mir das ganz gut."

400m: Schlegel siegt ohne Probleme

Im 400-Meter-Finale hatte Marvin Schlegel schließlich keine Probleme. Der gebürtige Frankenberger erreichte die Ziellinie nach 46,97 Sekunden. Seine Konkurrenten hatte der U23-Europameister von 2019 auf der Zielgeraden bereits deutlich abgehängt.

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mze