RB Leipzig: "Wir haben es in der eigenen Hand!"

Im Bild von links - Berkay Özcan (10, Basaksehir), Benjamin Heinrichs (39, RB Leipzig).

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RB Leipzig: "Wir haben es in der eigenen Hand!"

Von Sven Kups

5. Spieltag in Champions-League-Gruppe H: Die Rechenschieber werden gezückt. Nur nicht bei RB Leipzig. Dem Bundesligisten reicht, dass man "nicht auf Dritte angewiesen" ist. Ein Sieg bei Basaksehir ist aber Pflicht.

Champions League, fünfter von sechs Spieltagen: Wenn sich die Gruppenphase der Königsklasse dem Ende zuneigt, werden gemeinhin die Rechenschieber rausgeholt. Es sei denn, man hat das Achtelfinale bereits sicher in der Hand. Aber davon ist RB Leipzig weit entfernt.

Die K.o.-Phase der Königsklasse winkt den Leipzigern zu, das jedoch aus weiter Ferne. Der Weg zum Ziel führt am Mittwochabend (2.12.2020, ab 18:55 Uhr) über Basaksehir Istanbul bzw. einen Sieg über den türkischen Meister. Kommende Woche geht es dann final gegen Manchester United. Mulmig ist es Julian Nagelsmann nicht: "Wir haben es in der eigenen Hand und sind nicht auf Dritte angewiesen." Der RB-Coach hat darum "nach wie vor ein gutes Gefühl".

Gleiches gilt offenbar auch für seine Schützlinge. Emil Forsberg jedenfalls vermittelte am Dienstag (1.12.2020) stellvertretend einen entspannten Eindruck. "Die Jungs sind gut drauf, die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut", beteuerte der schwedische Mittelfeldspieler mit einem Lächeln, das man durchaus als freudige Erwartung interpretieren kann. Mit "Für solche Spiele, die jetzt kommen, lebst du!" bestätigte er den Eindruck – und meinte damit auch das Bundesliga-Spiel zwischendurch gegen den FC Bayern.

Viele Konstellationen

Ein Leipziger Sieg in Istanbul ist durchaus realistisch, zugleich aber auch Pflicht, will man das Achtelfinale aus eigener Kraft erreichen. Verliert man, kann bei einem Sieg von Paris Saint-Germain in Manchester schon alles vorbei sein. Und dann wackelt sogar das Überwintern in der Europa League.

Ein Dreier ist also die berühmte Pflicht, deshalb aber kein leichtes Unterfangen. Das war schon im Hinspiel zu sehen, das das Nagelsmann-Team zwar 2:0, aber auch mit etwas Glück gewonnen hat. "Dass Istanbul bei uns im Stadion gut gespielt hat, vor allem wenn sie ein bisschen Platz hatten, ist uns bewusst", betont Nagelsmann, der bis auf die Langzeitverletzten Lukas Klostermann und Konrad Laimer alle Mann "an Bord" hat.

Gute Erinnerungen von Sörloth

Einziges Sorgenkind ist derzeit der glücklose Alexander Sörloth. Trotzdem ist es gut möglich, dass der Stürmer gegen Basaksehir spielt. "Es ist nicht die erste Phase seiner Karriere, wo es nicht sofort super anläuft", relativiert Nagelsmann das mentale Problem des Norwegers: "Wichtig ist, dass er sich zurückerinnert an seine Zeit in der Türkei. Jetzt, wo wir schon mal hier sind, fällt es ihm leichter. Hier, wo er sehr erfolgreich war." Erfolgreich auch im engeren Sinne: Letzte Saison hatte Sörloth beim 2:2 seines Ex-Clubs Trabzonspor im Fatih-Terim-Stadion von Basaksehir ein Tor erzielt.

MDR | Stand: 01.12.2020, 19:09

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