RB Leipzig braucht nach Pleite gegen Brügge ein Wunder

Christopher Nkunku

Fußball | Champions League

RB Leipzig braucht nach Pleite gegen Brügge ein Wunder

Die nächste Krise ist da: RB Leipzig hat am Dienstagabend gegen den FC Brügge mit 1:2 (1:2) verloren und braucht in der Champions League nun ein kleines Fußballwunder, will man in einem europäischen Wettbewerb überwintern. Durch die erneute Niederlage jedenfalls bleibt Leipzig Letzter der Gruppe A und hat bereits drei Punkte Rückstand auf Manchester auf Rang drei.

Die Partie begann verheißungsvoll für die Leipziger, die schon nach fünf Minuten jubeln konnten: Christopher Nkunku beförderte den zuvor abgefangenen Ball ins Tor. Zwar hob der Schiri-Assistent die Fahne, aber nach Videosichtung wurde der Treffer doch gegeben. Das Tor schien allerdings eher Brügge zu beflügeln. Die Gäste attackierten noch höher, noch aggressiver, setzten die zudem unsicher wirkende und ungenau agierende RB-Defensive massiv unter Druck. Und das brachte Ballgewinne, die Brügge zu Toren von Hans Vanaken (23.) und Mats Rits (40.) nutzte. RB sah dabei furchtbar schlecht aus. Die Abwehr war ein Hühnerhaufen, Brügge konnte nach Herzenslust kombinieren, die Torschützen waren jeweils total frei.

Ertragloses Anrennen

Die zweite Halbzeit ging RB mit sichtlich mehr Selbstvertrauen und neuem Mut an. Im Mittelfeld wurden endlich wieder Zweikämpfe gewonnen, immer wieder arbeitete man sich an den gegnerischen Strafraum vor. Am bzw. im 16er allerdings verschanzte sich Brügge, verteidigte teilweise mit neun Feldspielern. Und das ziemlich erfolgreich, denn Zwingendes konnte RB nicht wirklich produzieren. Das lag an erneut diversen Ungenauigkeiten, Stockfehlern, schlechten Entscheidungen. Brügges Keeper Simon Mignolet musste nur eine Parade zeigen - gegen den eingewechselten Silva in der 89. Minute.

Das sagten die Trainer

Philippe Clement (Brügge): "Wir haben mit dem Ball viel Selbstvertrauen gehabt. In der zweiten Halbzeit war es sehr schwierig. Da hatte Leipzig etwas mehr vom Spiel, aber das ist normal. Es ist unmöglich, 90 Minuten mit dem Niveau der ersten Halbzeit zu spielen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft war heute sehr gut."

Jesse Marsch (Leipzig): "Die erste Halbzeit nach der Führung war total hektisch. Wir haben viele Bälle verloren. In der zweiten Halbzeit waren wir ruhiger, hatten Chancen, aber nicht das Tor gefunden. Wir spielen im Moment entweder sehr gut oder sehr schlecht, wir müssen Konstanz finden."

MDR | Stand: 29.09.2021, 02:01

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