Fußball | Champions League RB Leipzig gewinnt wildes Spiel gegen Celtic Glasgow

Stand: 05.10.2022 22:35 Uhr

RB Leipzig ist auch in der Champions League wieder in der Erfolgsspur: Am 3. Spieltag der Königsklasse gelang ein verdienter 3:1-Erfolg gegen Celtic Glasgow. Es sind Leipzigs erste Punkte in dieser Königsklassen-Saison - nach einem ausgesprochen ereignisreichen Spiel. Negativer Höhepunkt dabei: die Verletzung von Stammkeeper Gulacsi.

Die erste Halbzeit war temporeich und teilweise vogelwild. Dabei war RB das bessere Team, kombinierte sehenswert und ging verspätet in Führung. Christopher Nkunkus Treffer in der 18. Minute wurde noch wegen Abseits' - eine Millimeter-Entscheidung - wieder aberkannt, sein Tor in der 27. Minute aus spitzem Winkel aber bedeutete die verdiente Führung. Zu dem Zeitpunkt stand übrigens schon Janis Blaswich zwischen den RB-Pfosten. Peter Gulacsi hatte sich am Knie verletzt (12.). Celtic spielte flott mit, die schottischen Großchancen (25./26.) jedoch basierten auf Patzern der Leipziger im Spielaufbau.

Videobeweis kostet RB zweites Tor

Nach der Pause überschlugen sich zeitweise die Ereignisse. Ein unnötiger Ballverlust in der eigenen Hälfte brachte RB ein Gegentor durch Jota ein (48.). Zehn Minuten später setzte Dominik Szoboszlai den Ball an den Pfosten. Weitere vier Minuten später war der Ungar dann aus 20 m erfolgreich, aber erneut legte der Videoreferee sein Veto ein (63.). Die meisten RB-Fans ärgerten sich noch darüber, da schoss André Silva zum 2:1 ein. Celtic-Keeper Joe Hart hatte den Ball zuvor in die Beine von Szoboszlai gespielt (62.). Silva gelang später auch das 3:1 - dieses vielleicht schönste Tor der Partie hatte Nkunku mit einer sensationellen Diagonalflanke zu Mohamed Simakan eingeleitet, der direkt quer zu Silva gab.

"Da gibt es noch einen da vorne, der heißt Silva!"

Stimmen zum Spiel:

Ange Postecoglou (Trainer Celtic): "Beim 1:1 dachte ich, dass wir im Spiel sind. Wir haben auch versucht, Angriffe einzuleiten. Aber dann haben wir das zweite Gegentor gefangen. Danach war es schwer für uns, zurückzukommen und Nkunku aufzuhalten. Ich bin mir sicher, dass die Position noch um einiges besser wird. Für uns ist es nun wichtig, in den Heimspielen zu punkten und dabei unseren Spielstil zeigen."

Marco Rose (Leipzig): "Wir haben gewonnen und sind sehr zufrieden. Aber nicht nur deswegen. Vor allem weil wir es über weite Phasen des Spiels gut gemacht haben gegen einen guten Gegner. Es hatte sich angekündigt: hohe Intensität, phasenweise ein wildes Spiel. Wir sind aber immer dran geblieben und haben so auch schwierige Situationen überstanden. Darum haben wir das Spiel hintenrum sehr verdient gewonnen."