Werfercup in Schönebeck Pudenz glänzt in Schönebeck

Stand: 11.06.2022 15:08 Uhr

Diskuswerferin Kristin Pudenz hat am Freitag beim 16. SoleCup in Schönebeck für die herausragende Leistung gesorgt. Kugelstoßer David Storl wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Zur Freude der Athleten durften nach der Corona-Zwangspause erstmals wieder Zuschauer dabei sein, für die es ein spannender Flutlichtabend wurde.

Pudenz siegt mit persönlicher Bestleistung

Im Diskuswurf der Frauen setzte sich die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Tokio, Kirstin Pudenz, mit einer persönlichen Bestleistung von 66,94 Metern durch. Die 29-Jährige vom SC Potsdam holte sich mit dem Erfolg auch den Gesamtsieg im Deutschen Wurf-Cup. Zweite wurde Marike Steinacker (Bayer Leverkusen), die mit 64,55 m das Ticket für die WM in Eugene (USA/ 15. -24. Juli) buchte. Das Podest vervollständigte Claudine Vita (SC Neubrandenburg), die mit 64,04 m ebenfalls die WM-Norm unterbot.

Kristin Pudenz, SC Potsdam

Kristin Pudenz glänzte im Diskus mit neuer Bestleistung.

Wierig knackt EM-Norm

Bei den Männern siegte Martin Wierig mit einer Weite von 65,73 Metern. Der 35-Jährige vom SC Magdeburg, der am Freitag auch seinen 35. Geburtstag feierte, holte damit den Deutschen Wurf-Cup und knackte die Norm für die Leichtathletik-EM in München (15. – 21.August), verpasste allerdings die WM-Norm um wenige Zentimeter (66 Meter). Dennoch war die Freude bei Wierig groß: "Es macht mir wahnsinnig Spaß, hier vor den Zuschsuern zu werfen. Ich bin froh, dass ich die EM-Norm abhaken konnte. Wir sind auf einem guten Weg. Jetzt muss ich noch eine Schippe draufpacken und dann klappt es auch mit der WM-Norm." Auf Platz zwei landete Wierigs Magdeburger Teamkollege Henrik Janssen (64,57). Dritter wurde der Stuttgarter David Wrobel (63,56).

Kugelstoßen: Gambetta siegt - Storl fehlen 9 Zentimeter

Kugelstoßerin Sara Gambetta (Halle/Saale), die bereits die WM-Norm (18,50 Meter) erfüllt hat, gewann den Wettbewerb mit einer Weite von 18,88 m. Zweite wurde Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge (18,49). Den dritten Platz erkämpfte Julia Ritter (Wattenscheid/18,38), die sich den Gesamterfolg im Deutschen Wurf-Cup sicherte.

Bei den Männern trat in der abendlichen Dämmerung Dennis Lukas (Idar-Oberstein) ins Rampenlicht. Mit einer Siegerweite von 20,06 m behielt er knapp die Oberhand. Er war der einzige Athlet, der die 20-Meter-Marke durchbrach. Favorit David Storl, der noch am Vorabend in Rom in der Diamond League mit 20,10 m Achter wurde, belegte nach einer anstrengenden Anreise inklusive Stau und einer leichten Verspätung Rang zwei (19,97). Der gebürtige Rochlitzer gewann dennoch die Gesamtwertung im Deutschen Wurf-Cup. Platz drei ging an Silas Ristl vom LAC Esslingen (19,83).

red

Der Werfer-Cup in Schönebeck