PSG gegen RB Leipzig: Rückspiel unter anderen Vorzeichen

Julian Nagelsmann: "Wir sind in der besseren Ausgangsposition" 00:29 Min. Verfügbar bis 24.11.2021

Fußball | Champions League

PSG gegen RB Leipzig: Rückspiel unter anderen Vorzeichen

RB Leipzig muss am Dienstag in der Champions League ran. PSG-Trainer Thomas Tuchel will die Partie in Paris wie ein Finale angehen. Muss er auch nach dem 1:2 im Hinspiel. Derweil hat Leipzig Defensivprobleme.

Paris St.-Germain gegen RB Leipzig: Im Jahr 2020 geht das fast schon als Traditionsduell durch. Die Vorzeichen beim dritten Aufeinandertreffen innerhalb von rund drei Monaten sind etwas anders als bislang. Denn diesmal treffen Neymar und Mbappé auf eine angeschlagene Leipziger Abwehr.

"Wir müssen gewinnen, wir wollen gewinnen. Das ist für uns ein Finale in der Gruppe." PSG-Trainer Thomas Tuchel hat am Montag das Leitmotto für das Champions-League-Rückspiel gegen RB Leipzig ausgegeben. Bei Julian Nagelsmann ist das angekommen: Drei Wochen nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel erwartet der RB-Coach einen Gegner mit offenem Visier. Wenn Tuchel und die Spieler von einem Finale sprechen, erwarte er, dass sie auch so auftreten und Druck machen. "Und wir wollen dem Final-Charakter gerecht werden."

Superstars sind dabei

Für ein Finale personell besser gerüstet, scheint PSG zu sein. Die Offensiv-Power des Tuchel-Teams mit Angel di Maria und Moise Kean war schon im Hinspiel immens und wird nun noch mal ordentlich aufgepeppt. Denn diesmal sind auch Kylian Mbappé und Neymar wieder am Start. "Wir brauchen Kylians Tore", bekannte Tuchel. "Mbappé und Neymar werden entscheidende Spieler sein", auch wenn der brasilianische Nationalspieler "noch nicht bei 100 Prozent" sei.

"Heimspiel" für Konaté

Alles andere als bei 100 Prozent ist auch Leipzigs Defensive. Die deutschen Nationalspieler Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann fehlen, Benjamin Henrichs habe weiter Knieprobleme, Dayot Upamecano und Nordi Mukiele sind für 90 Minuten noch nicht fit genug. In der Innenverteidigung gesetzt ist Ibrahima Konaté, für den die Partie am Dienstagabend "gefühlt wie ein Heimspiel" sein wird. Denn der 21-jährige Franzose ist in Paris geboren und aufgewachsen: "Alle meine Freunde und in meiner Familie sind PSG-Fans".

Pressing, Druck und Lösungen

Im Champions-League-Halbfinale der vergangenen Saison, wo RB und PSG das erste Mal in diesem Jahr aufeinandertrafen, war Konaté noch nicht dabei. Die Leipziger kassierten da eine klare 0:3-Niederlage. Drei Monate später wollte Nagelsmann die Pleite nicht zu hoch hängen: "Es war nicht so, dass sie uns völlig überrollt haben. Gleiches wird uns auch morgen nicht passieren." Eigene Chancen soll sein Team "über Pressingmomente kreieren". Da das aber auch Paris machen wolle, müsse man auch in Ballbesitz unter Druck Lösungen finden.

Lösungen für wenigstens ein Unentschieden. Denn damit hätte RB bei Punktgleichheit am Ende der Gruppenphase die besseren Karten. Mit einem Sieg hätte RB die Qualifikation fürs Achtelfinale bereits sehr wahrscheinlich in der Tasche. In Zeiten fehlender Zuschauereinnahmen wäre das auch für RB Leipzig ein finanzieller Segen.

Oliver Mintzlaff: "Es geht ums sportliche Weiterkommen und finanzielle Einnahmen" 02:23 Min. Verfügbar bis 24.11.2021

MDR | Stand: 24.11.2020, 07:57

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