Fußball | 3. Liga Pavel Dotchev zurück auf dem Cheftrainerstuhl bei Erzgebirge Aue

Stand: 07.12.2022 18:39 Uhr

Da ist er wieder! Pavel Dotchev soll den FC Erzgebirge Aue vor dem Absturz in die Regionalliga bewahren. Der 57-Jährige übernimmt ab sofort das Amt des Cheftrainers bei den Veilchen.

Pavel Dotchev ist zurück als Chefcoach des FC Erzgebirge Aue. Der 57-Jährige wird ab kommendem Montag das Training beim abstiegsbedrohten Drittligisten leiten und soll den Verein vor dem Absturz in die Regionalliga bewahren. Wie der Verein am Mittwoch (7. Dezember) mitteilte, einigten sich Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich, Dotchev und der Vorstand des aktuellen Drittliga-18. auf diese Lösung.

Heidrich: "Setzen auf sein Wissen, Erfahrung und Können"

"Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Lösung eine erfolgreiche werden kann. Jeder weiß, dass Pavel Dotchev unseren Verein, unsere Region und die Anforderungen in der dritten Liga bestens kennt. Darum setzen wir auf ihn, auf sein Wissen, seine Erfahrung und sein Können", begründete Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich die Entscheidung.

Vereinspräsident Roland Frötschner ergänzte: "Aufsichtsrat und Vorstand unterstützen die Entscheidung unserer sportlichen Leitung vollumfänglich, auch und gerade hinsichtlich der aktuell laufenden Aufarbeitung der letzten Monate und Jahre." Der bisherige Interimstrainer Carsten Müller, der das Amt Ende September vom glücklosen Timo Rost übernommen hatte, wird den Fokus ab sofort wieder auf die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums der Auer legen. Aus "wichtigen privaten Gründen" wird der neue alte Cheftrainer Pavel Dotchev allerdings erst am kommenden Montag zum Team stoßen, den Donnerstags-Trainingsauftakt, das HFC-Testspiel (So., 11. Dezember) sowie die weiteren Einheiten leitet U-19 Trainer Jörg Emmerich.

Dotchev: Erst unbefristet, dann freigestellt, nun zurückgeholt

Die Rückholaktion von Dotchev kommt überraschend, auf den zweiten Blick aber durchaus folgerichtig für den klammen Verein. Der 57-Jährige war im November 2021 von Helge Leonhardt als Sportdirektor wieder ins Erzgebirge gelotst worden. Der langjährige Präsident stattete den Aufstiegstrainer von 2016 mit einem unbefristeten Vertrag aus. Ende Februar übernahm der Bulgare dann auch vom erfolglosen Teamchef Marc Hensel bis Saisonende die Führung der Mannschaft. Den Zweitliga-Abstieg verhinderte auch diese Maßnahme nicht mehr.

Mit der Verpflichtung von Timo Rost vollzog Leonhardt dann im Juni auch die Trennung von Dotchev. Mitte September trat Leonhardt selbst zurück. Für den 19. Januar 2023 war bereits ein Termin zwischen Verein und Dotchev vor dem Arbeitsgericht Chemnitz angesetzt. Allerdings hat der Fußballlehrer nun andere Angelegenheiten im Kalender: Am 16. Januar beginnt die Restsaison in Ingolstadt, fünf Tage später wartet das Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Bayreuth.

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red/pm