Nkansah rettet Zwickau in letzter Sekunde das Remis

Mit der letzten Aktion: Zwickau noch 1:1 gegen Bayern-Youngster 01:45 Min. Verfügbar bis 20.04.2022

Fußball | 3. Liga

Nkansah rettet Zwickau in letzter Sekunde das Remis

Unglaublich, Steffen Nkansah hat dem FSV Zwickau in letzter Sekunde der Nachspielzeit gegen Bayern München II noch das 1:1 gerettet. In Hälfte zwei fanden die Westsachsen im Angriff kaum statt - und dann kam der Innenverteidiger.

Nach dem 0:0 in Magdeburg nahm Zwickaus Trainer Joe Enochs eine Veränderung in der Startelf vor und brachte Felix Drinkuth von Beginn an für Nils Miatke. FCB-Trainer Danny Schwarz wechselte nach dem 0:1 gegen Rostock dagegen zweimal: Alexander Lungwitz und Dimitri Oberlin starteten für Remy Vita und Nicolas Kühn.

Zwickau drückt - Bayern erzielen das Tor

Die Zwickauer waren sofort hellwach und setzten die Bayern unter Druck. Manfred Starke und Ronny König bauten die erste Pressinglinie auf und störten früh. Das schmeckte den Bayern-Youngstern überhaupt nicht, die in der Anfangsphase in der Abwehr harte Arbeit leisten mussten. Der FSV stürmte munter drauf los und hatte innerhalb weniger Minuten drei dicke Möglichkeiten. Alle gingen auf das Konto von Felix Drinkuth. Zwei Schüsse wurden geblockt, schließlich setzte der 26-Jährige einen Kopfball knapp über den Querbalken.

v.l. Morris Schroeter (Zwickau, 17), Alexander Lungwitz (Bayern Muenchen, 15) Zweikampf

Von den Gästen war bis dato im Angriff nichts zu sehen, doch mit der ersten Chance erzielten sie das 1:0 (35.). Torben Rhein legte zu Angelo Stiller, der auf Sarpreet Singh verlängerte. Der Neuseeländer schaute sich Zwickaus Schlussmann Johannes Brinkies aus und schob links unten ein. So geht's, verdient war das nicht. Jetzt war Zwickau gefordert, der Ausgleich gelang nicht mehr bis zum Pausenpfiff.

Grenzenloser FSV-Jubel in der 96. Minute

In Halbzeit zwei entwickelte Zwickau kaum Torgefahr, das stärkere Team waren nunmehr die Gäste. Gerade nach Ecken brannte es lichterloh im FSV-Strafraum, mit Glück überstand das Enochs-Team die Sturm- und Drangphasen der Gäste.

Als keiner mehr dran glaubte, schafften die Hausherren doch noch das Unmögliche und erzielten das 1:1. Da waren 96 Minuten vergangen. Zwickaus Held des Abends war Steffen Nkansah, der ein kurzes Zuspiel von Lars Lokotsch aufnahm und den Ball über die Linie drückte. Riesenfreude über den Punkt. Dennoch, das sechste sieglose Spiel in Folge für die Westsachsen. Immerhin verbesserten sie sich auf den neunten Tabellenplatz.

Stimmen zum Spiel:

Danny Schwarz (Trainer FC Bayern München II): "Mich ärgert ziemlich viel. Zum einen rege ich mich über fünf Minuten Nachspielzeit auf. Keine Ahnung, wo die vom Himmel gefallen sind. Da ärgert es mich maßlos, dass wir uns völlig unclever verhalten haben. Wir hatten in der Nachspielzeit dreimal die Möglichkeit, an die Eckfahne zu gehen und die Uhr runterzuspielen. Das tut weh, weil dann jeder Freistoß hoch vors Tor geschlagen wird und dann hat man ja kurz vor Schluss gesehen, dass dann ungefähr 50 Leute vorm Tor stehen."

Joe Enochs (Trainer FSV Zwickau): "In der 2. Halbzeit ist Bayern besser gewesen. Wir haben es schwer gehabt aus der eigenen Hälfte zu kommen. Dann aber, wie die Mannschaft bis zur letzten Minute an sich glaubt, das ist schon einmalig. Ich freue mich unheimlich für Steffen (Nkansah) und ich freue mich auch unheimlich für die ganze Mannschaft. Wir nehmen den einen Punkt mit, aber wir wissen, dass wir noch nicht durch sind."

Steffen Nkansah (Schütze zum 1:1, FSV Zwickau): "Man kann das, glaube ich, morgen erst so wirklich realisieren. Gerade in der 1. Halbzeit waren wir deutlich besser und haben fußballerisch unser bestes Spiel gemacht. Dass die Mannschaft Charakter hat, haben wir auch in kürzerer Zeit schon gezeigt."

jmd

MDR | Stand: 20.04.2021, 23:13

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