Nervenstarker Dresdner SC gewinnt glatt beim SSC Schwerin

Sophie Dreblow, Linda Bock, Jenna Gray und Madeleine Gates

Volleyball | Bundesliga

Nervenstarker Dresdner SC gewinnt glatt beim SSC Schwerin

Meister Dresdner SC hat nach dem Supercup auch das Bundesliga-Auswärtsspiel bei Pokalsieger SSC Schwerin gewonnen. In einem hart umkämpften Match bewiesen die Elbestädterinnen Nervenstärke und siegten glatt in drei Sätzen (32:30/26:24/26:24).

Es war der zweite Sieg im dritten Saisonspiel für das Team von Trainer Alexander Waibl. "Schwerin ist es immer ein emotionaler Kampf", sagte Dresdens Linda Bock im Vorfeld der Neuauflage des Supercups, das der DSC vor wenigen Wochen dramatisch mit 3:2 für sich entschieden hatte. Und das sollte auch diesmal kaum anders werden.

Marathonsatz zu Beginn mit DSC-Happy-End

Der eh schon verletzungsgeplagte DSC musste in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns auch die Ausfälle von Mittelblockerin Layne van Buskirk (Rücken) und Außenangreiferin Sina Stückmann (Verdacht auf Bänderriss im Sprunggelenk) verkraften.

Die Umstellungen waren den Gästen zunächst anzumerken. Schwerin zog direkt auf 6:1 davon, bis das Waibl-Team ins Spiel fand und sich durch eine famosen 13:3-Serie ein kleines Polster erarbeitete. Vor allem mit Jennifer Janiskas Aufschläge kam der SSC in dieser Phase nicht zurecht.

Sechs Satzbälle abgewehrt

Alexander Waibl und Maja Storck

Alexander Waibl und Maja Storck

Eng wurde es in der Folge dennoch – sogar ganz eng und lang. 37 Minuten sollte allein der erste Satz dauern. Nachdem die Dresdnerinnen sechs (!) Satzbälle abwehrten, entschied der Meister dank Maja Storcks Schmetterball durch das Zentrum und Jenna Grays anschließende Flatterangabe den Marathondurchgang mit 32:30 noch für sich.

Dresden mit dem Quäntchen mehr Nervenstärke

Julia Wesser

Julia Wesser

Es blieb auch in der Folge ein rasantes Duell auf Augenhöhe und mit ständigen Führungswechseln. Aber wieder einmal bewiesen die immer wieder mutige Angriffszüge vortragenden Elbestädterinnen – trotz zunächst wiederholt vergebenen Satzbällen – das Quäntchen mehr Nervenstärke (26:24), die ihnen die 2:0-Führung brachte.

Schwerin gab sich noch lange nicht geschlagen, versuchte alles, doch immer wieder fanden die Schwarz-Roten eine Antwort. Auch drei vergebene Matchbälle nach 24:21-Führung im dritten Satz ließen Storck und Co. nicht ins Wanken geraten. Madeleine Gates' großartiger Block und die freche Angabe der erst 17-jährigen Julia Wesser zum 26:24 ließen die Gäste jubeln.

"Ich bin sehr stolz auf unser junges Team und sehr, sehr froh, hier heute drei Punkte mitgenommen zu haben", sagte DSC-Kapitänen Jennifer Janiska nach Spielende im Sport1-Interview.

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mhe

MDR | Stand: 15.10.2021, 21:11

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