Nächste Klatsche: Hallescher FC kommt gegen 1860 München unter die Räder

Zweikampf Antonios Papadopoulos Hallescher FC und Dennis Dressel Muenchen

Fußball | 3. Liga

Nächste Klatsche: Hallescher FC kommt gegen 1860 München unter die Räder

Nach der enttäuschenden Pleite gegen Unterhaching hatte sich der Hallesche FC gegen 1860 München viel vorgenommen. Doch am Samstag (13.03.) wurde schnell deutlich, dass gegen die offensivstarken "Löwen" am nichts zu holen sein wird. Von Anfang bis Ende liefen die Hallenser Ball und Gegner hinterher, sodass die 0:4 (0:3)-Klatsche gegen die spielfreudigen Gäste hochverdient ist.

HFC-Matchplan hält nicht mal eine Minute

Der Hallesche FC wollte gegen 1860 München eine Reaktion auf die schwache Leistung gegen Unterhaching zeigen, ist bei diesem Vorhaben aber kläglich gescheitert. Beim 0:4 (0:3) gegen die "Löwen" lagen die Hallenser bereits nach 43 Sekunden mit 0:1 hinten. Der Spielplan von Trainer Florian Schnorrenberg, der unbedingt ein schnelles Gegentor vermeiden wollte, war damit schon früh dahin. Halle bekam nach dem 0:1 durch Keanu Staude nie wirklich Zugriff auf das Spiel und hatte im gesamten Verlauf nur drei Torabschlüsse.

 Sven Tobias Müller Torwart, HFC hält den Elfmeter und den Nachschuss von Phillipp Steinhart

Ganz anders die Gäste, die Chance um Chance erspielten und neben dem zweiten Tor durch Merveille Biankadi (37.) in Halbzeit eins auch noch Aluminium trafen. Der Treffer an den Pfosten kam von Dennis Dressel, der schon im Hinspiel durch seinen Viererpack zum HFC-Schreck wurde. Und auch im Rückspiel gelang 1860s Nummer 14 ein Tor. Es war das 3:0 kurz vor dem Pausenpfiff. Der Rückstand hätte hier noch deutlich größer sein können, wenn HFC-Keeper Müller nicht noch einen Strafstoß von Phillipp Steinhart vereitelt hätte (32.).

Erschreckend schwacher HFC

Nicht nur durch die hohe und verdiente Pausenführung der Gäste war klar, dass dem HFC kein Aufbäumen mehr gelingen würde. Die Zahlen unterlegen das, wie das Beispiel Torabschlüsse belegt: In Halbzeit zwei fabrizierte die Schnorrenberg-Elf lediglich einen einzigen davon. Terrence Boyd, der ansonsten völlig abgemeldet war, köpfte dabei in der Nachspielzeit weit über das Tor. Zuvor machte der zweite Goalgetter im Spiel, Sascha Mölders, nach einem Geschenk der HFC-Defensive mit dem 4:0 den Deckel drauf (64.).

Florian Schnorrenberg, Trainer Hallescher FC

Der HFC, der jetzt auf Platz 12 steht, muss sich nach diesem Debakel schnell sammeln, denn am Dienstag wartet bereits das nächste Spiel. Gegner im Nachholer des 24. Spieltags ist der MSV Duisburg. 1860 München kann sich nach dieser Leistung hingegen auf die Schulter klopfen und den Blick wieder nach oben richten. Der Abstand zum Aufstiegs-Relegationsplatz drei beträgt nun noch sieben Punkte.

Trainerstimme

Florian Schnorrenberg (Halle): "Heute kam alles zusammen. Von der ersten Minute an lief alles gegen uns. Der vierte Treffer war dann der i-Punkt. Spätestens mit dem dritten Tor waren wir geschockt und dann ging offensiv natürlich gar nichts mehr. Wie müssen die zwei herben Pleiten verkraften und in drei Tagen zeigen, dass wir weniger Fehler machen können. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt."

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MDR | Stand: 13.03.2021, 17:07

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