Magdeburger Serie reißt gegen Uerdingen

Nach 73 Tagen: Magdeburg geht erstmals als Verlierer vom Platz 17:00 Min. Verfügbar bis 15.05.2022

Fußball | 3. Liga

Magdeburger Serie reißt gegen Uerdingen

Nach elf ungeschlagenen Spielen in Folge ist der 1. FC Magdeburg erstmals wieder als Verlierer vom Platz gegangen. Die Mannschaft von Christian Titz musste sich am Samstag mit 0:1 (0:0) beim KFC Uerdingen geschlagen geben. Dabei agierte der FCM über die gesamte Spielzeit dominant, verpasste aber einen eigenen Treffer und wurde am Ende eiskalt bestraft.

Magdeburgs Christian Titz ließ sein Team im Vergleich zum jüngsten 3:2-Erfolg gegen Duisburg quasi unverändert. Einzig Raphael Obermair rückte für Kai Brünker in die Anfangsformation. Auf Seiten der stark abstiegsbedrohten Uerdinger nahm Jürgen Press vier Änderungen vor und setzte unter anderem im Tor auf die Dienste von Lukas Könighofer.

Magdeburger Dominanz in Hälfte eins

Christian Kinsombi KFC Uerdingen und Tobias Müller 1. FC Magdeburg im Zweikampf

Der Gastgeber startet gallig und suchte früh den Kontakt zum Magdeburger Tor. Die hohen Zuspiele in die Spitze gestalteten sich meist aber zu unpräzise. Der FCM versuchte dagegen das Spiel mit kontrollierten Flachpässen zu dominieren. Nach einer Viertelstunde wäre das auch beinahe belohnt worden. Obermairs Zuspiel ins Strafraumzentrum ließ Baris Atik clever zu Florian Kath durch. Dessen Abschluss aus kurzer Distanz konnte KFC-Schlussmann Königshofer aber stark parieren (15.).

Magdeburg attackierte nun deutlich entschlossener. Immer wieder rollten die Angriffe über die Flügel. Doch auch Dominik Ernst traf nach tollem Zuspiel von Adrian Malachowski per Außenrist freistehend vor Königshofer nicht ins Schwarze (21.). Uerdingen fand offensiv kaum statt. Einzig Fridolin Wagner hatte nach 24. Minuten etwas überraschend die Führung auf dem Fuß, traf nach Vorarbeit von Mike Feigenspan aber nur den Pfosten und stand ohnehin beim Zuspiel im Abseits. Bis zur Pause kontrollierte der FCM das Geschehen, verpasste es aber, trotz schöner Spielzüge die Führung zu erzielen.

Uerdingen bestraft Magdeburger Chancenwucher

Gustav Marcussen KFC Uerdingen Torjubel,jubelt mit seiner Mannschaft nach dem Treffer zum 1:0

Die Gäste machten nach Wiederanpfiff munter weiter, standen extrem hoch und schnürten Uerdingen in der eigenen Hälfte ein. Der eingewechselte Brünker bekam nach Flanke von Leon Bell Bell aber nicht genügend Druck hinter seinen Kopfball (50.). Der KFC blieb in seinen Offensivaktionen weiter harmlos, auch weil der FCM defensiv wie in den vergangenen Wochen einen sehr soliden Eindruck hinterließ. Am Bollwerk der Krefelder bissen sich Atik, Brünker und Co. aber weiter die Zähne aus.

Kurz darauf sollte sich der Chancenwucher der Magdeburger rächen. Nachdem der ebenfalls eingewechselte Luka Sliskovic trotz aussichtsreicher Position die Führung erneut ausließ, schlug der KFC eiskalt zu: Muhammed Kiprit legte nach einem schnellen Gegenstoß die Kugel im Sechzehner quer, Gustav Marcussen ließ Behrens mit seiner Abnahme aus kurzer Distanz keine Chance (76.). Im Anschluss warf Magdeburg noch einmal alles nach vorne, doch Uerdingen brachte die für den Klassenerhalt so eminent wichtigen drei Punkte über die Zeit. Für den FCM endete hingegen eine beeindruckende Serie von elf Spielen ohne Niederlage.

Das sagten die Trainer:

Christian Titz (Magdeburg) bei "Magenta"-Sport: "Wir haben das Spiel über die komplette Dauer dominiert und hatten sehr gute Einschussmöglichkeiten. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor. Wie es dann so läuft, bekommen wir einen Konter. Heute müssen wir den Fehler bei uns suchen. So gehst du als Verlierer vom Platz. Wir haben letztendlich unsere eigenen Möglichkeiten vor dem Tor nicht genutzt. Spiele wie heute sind nicht leicht. Teilweise stand der Gegner mit sechs Spielern auf der eigenen Linie."

Stefan Reisinger (Teamchef Krefeld) bei "Magenta"-Sport: "Heute sind alle mit Leidenschaft dabei gewesen. Es hat uns gut getan, unter der Woche noch einmal fokussiert zu trainieren. Ein super Kompliment an die ganze Truppe. Wir wussten, dass wir 90 Minuten defensiv viel arbeiten müssen, da Magdeburg viel Qualität hat. Da freut man sich über solch einen Nadelstich. Wir sind seit Wochen fokussiert. Was die Jungs heute abgerufen haben, das brauchen wir."

---
jsc

MDR | Stand: 15.05.2021, 17:42

Darstellung: