Lea Sophia Gut auf Pferd Cooper

Pferdesport | "Partner Pferd" Lea Sophia Gut überzeugt auf dem eigenen Hengst und drei fremden Pferden

Stand: 21.01.2023 14:42 Uhr

Bei der "Partner Pferd" in Leipzig stand am Samstag (21.01.2023) die von Reiterlegende Hans Günter Winkler ins Leben gerufene Nachwuchsprüfung "Goldener Sattel" an. Die nominierten U21-Reiter traten im Stilspringen gegeneinander an - auf dem eigenen Pferd und fremden Vierbeinern. Dabei überzeugte insbesondere Lea Sophia Gut.

Von Maria Köhler-Thiel

Die Reiterin vom RV Sulmingen hatte einzig mit der flotten Hannoveraner-Stute "Szia" einen Abwurf. Ansonsten präsentierte sie sich mit einem guten Rythmus und guten Distanzen. Die Folge: Wertungsnote 9,2 auf Holsteiner-Wallach "Chardonnay" und insgesamt 35,2 Punkte, als die 20-Jährige mit dem vierten Pferd das letzte 1,35 Meter hohe Hindernis überwunden hatte.

Die Noten kamen von einem Richter, Bundestrainer Otto Becker und Marco Kutscher, über den Gut sagte: "Es ist mega-cool Marco Kutscher als Richter zu haben, und von ihm Feedback zu bekommen." Gut, die seit diesem Jahr dem Kader der jungen Reiter angehört, erklärte: "Ich war schon ein bisschen nervös. Es gab ein bisschen positive Anspannung. Als ich mit dem ersten Fremdpferd durch war, war ich entspannter." Ob sie beruflich beim Pferdesport bleibe, oder nächstes Jahr studieren werde, sei noch offen, berichtete sie im Pressegespräch. Zu Hause ist ihr Vater, ein ehemaliger Springreiter, ihr Trainer.

Lennard Runge knapp hinter Lea Sophia Gut

Zweiter wurde Lennard Runge vom RFV Steller See e. V. (34,9), der nach dem dritten von vier Durchgängen geführt hatte. Er ritt mit viel Gefühl und Übersicht. Man sah ihm an, dass er schon viel Erfahrung gesammelt hatte. Der dritte Platz ging an Johanna Beckmann (33,9), die auf der flotten Stute "Szia" die beste Note erzielte (9,1). Vierter der vier Starter wurde Tjade Carstensen (32,4), dem anfangs etwas die Gelassenheit fehlte, der sich im Laufe des Wettbewerbs aber steigerte.

"Goldener Sattel" - die Regeln

Beim Stilspringen flossen auch Springfehler in das Ergebnis ein. Eine einzuhaltende Mindestzeit war vorgegeben. Das Wichtigste waren aber ein guter Sitz, eine effiziente Einwirkung auf das Pferd sowie eine möglichst harmonische, rhythmische Vorstellung im Parcours. Jeder Ritt wurde im Anschluss kommentiert, was die Bewertungen nachvollziehbar machen sollte.