Pia Dietz, Cecilie Woller und Lea Gruber (SV Union Halle-Neustadt)

Handball | Bundesliga

Krimi in Oldenburg: Wildcats holen Punkt gegen VfL

Stand: 16.01.2022, 18:56 Uhr

Die Wildcats vom SV Union Halle-Neustadt haben sich einen Punkt beim VfL Oldenburg gesichert. Nach einem Krimi in der Schlussphase trennten sich die beiden Teams 26:26 (14:13) Unentschieden. Camilla Maden war auf Hallenser Seite mit acht Toren am erfolgreichsten. Bei Oldenburg netzte Kathrin Pichlmeier sogar neunmal. Überschattet wurde das Spiel aber von einer schweren Verletzung.

Die Wildcats erwischten einen guten Start in die Partie und waren von Beginn an mit viel Tempo und einer aggressiven Deckung im Spiel. Vor allem Linksaußen Marija Gudelj war in der Anfangsphase "on fire" und netzte nach 15 Minuten bereits zum fünften Mal und zur 9:4-Führung ein.

Halle verliert den Faden

Oldenburgs Trainer hatte erstmal genug gesehen und nahm die erste Auszeit. Und die zeigte Wirkung. Halle verlor plötzlich komplett die klare Linie im Spiel und leistete sich viele Fehler im Angriff. Eigentlich ohne Not ließen die Wildcats den Gegner somit wieder zurück ins Spiel und blieben ganze acht Minuten ohne eigenen Torerfolg.

Folgerichtig holte sich Oldenburg die Führung zurück und brachte diese auch bis in die Halbzeit. Besonders bitter für Halle: Rückraum-Shooterin Helena Mikkelsen sah kurz vor der Pause nach einem harten Einsteigen die rote Karte und musste auf der Tribüne Platz nehmen.

Schock für Halle nach der Pause

Simone Spur Petersen

Die zweite Halbzeit startete ähnlich wie die erste. Die Wildcats kamen wieder mit viel Tempo aus der Kabine und konnten die ersten zehn Minuten nutzen, um sich die Führung zurückzuholen - Pia Dietz traf in Minute 42 vom Kreis zum 19:16. Dann der große Schock-Moment für Halle: Simone Spur Petersen verdrehte sich in der Abwehr ohne Gegnereinwirkung das Knie und blieb schmerzverzerrt am Boden liegen. Unter bitteren Tränen wurde sie von ihren Mitspielerinnen vom Feld getragen und wird voraussichtlich längerfristig ausfallen.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Und diese Verletzung hinterließ Spuren. Keine vier Minuten später waren die Gastgeberinnen wieder dran und glichen in der 51. Minute durch Paulina Golla zum 22:22 aus. Es deutete sich eine spannende Schlussphase an. 20 Sekunden vor der Sirene machte Lea Gruber beim Stand von 25:25 den Treffer und brachte Halle in Front. Doch der VfL konterte erneut und netzte mit drei Sekunden auf der Uhr zum 26:26 Endstand ein.

Unterm Strich steht ein durchaus leistungsgerechtes Unentschieden, auch wenn die Hallenserinnen mehrfach die Chance hatten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

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vkr

Quelle: MDR

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