Fußball | Regionalliga Klingbeil-Debüt misslingt: Jena zu harmlos bei der Hertha

Stand: 22.01.2023 15:09 Uhr

Der FC Carl Zeiss Jena hat beim Pflichtspiel-Debüt unter dem neuen Cheftrainer René Klingbeil eine 0:1-Niederlage (0:0) bei Hertha BSC II hinnehmen müssen. Am Ende fehlte dem Jenaer Angriff zumeist der entscheidende Punch vor dem Tor, was die Berliner zu bestrafen wussten.

Durchwachsener Auftakt für Jena

Die ersten Minuten der Partie zeigt Jena ein gutes Spiel und schaffte es, den Gegner aus Berlin früh unter Druck zu setzen. Dennoch gelang es dem FCC nicht, aus der spielerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Erst ab der 13. Minute kamen die Gäste durch vier aufeinanderfolgende Ecken gleich mehrmals zum Abschluss, musste sich aber jedes Mal geschlagen geben. Zuvor hatte schon Maurice Covic Torwart Kevin Kunz geprüft (11.), der wieder als Nummer eins zwischen den Pfosten stand.

Auch danach gelang Jena nur über Standard-Situationen etwas in Richtung Hertha-Tor. Einzig ein Abseits-Tor von Pasqual Verkamp (32.) zeigte symbolisch, zu was die Offensive der Thüringer imstande ist. Die Berliner dagegen kamen mit dem Voranschreiten der Halbzeit immer besser ins Spiel und versuchten, die Jenaer Abwehr mit schnellen Spielzügen auszuhebeln. Das Resultat waren jedoch vornehmlich Flachschüsse, die für Geburtstagskind Kunz kein Problem darstellten.

Covic schockt in Halbzeit zwei - Jena wird zu spät gefährlich

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gastgeber das Geschehen. Jena war die ersten zehn Minuten in der gegnerischen Hälfte überhaupt nicht präsent. Das sollte sich nach den ersten Wechseln bessern, vor allem Jonathan Muiomo brachte einiges an Energie ins Spiel. Er war es auch, der die wohl beste Jenaer Aktion hatte: In der 75. Minute landete ein parierter Schuss vor seinen Füßen, doch trotz freier Schussbahn vergab Muiomo aus kurzer Distanz.

Diese Fahrlässigkeit bestrafte der Hertha-Nachwuchs umgehend. Teoman Gündüz dribbelte sich postwendend im Strafraum fest, konnte aber auf Kapitän Covic zurücklegen, der aus 16 Metern trocken ins Netz hämmerte (75.). Erst kurz vor dem Spielende erholte sich Jena von dem Schock und wurde offensiv wieder aktiver, doch der gute Berliner Keeper Tim Goller war jedes Mal die Endstation aller Bemühungen.

So geht es weiter

In der Tabelle tut sich erstmal nix - die Konkurrenz hatte aber auch nicht gespielt, aufgrund vieler Spielabsagen. Jena hat nun aber aktuell drei Partien mehr als die punktgleichen Leipziger der BSG Chemie. In einer Woche ist der FCC dann bereits wieder in der Hauptstadt und hofft gegen Viktoria Berlin auf Zählbares (29. Januar ab 13 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel

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ori