Klatsche statt Trophäe: RB Leipzigs Titeltraum zerplatzt am BVB

Die Finaltore auf einen Blick 01:28 Min. Verfügbar bis 14.05.2022

Fußball | DFB-Pokal

Klatsche statt Trophäe: RB Leipzigs Titeltraum zerplatzt am BVB

Der Traum vom ersten großen Titel ist ausgeträumt: RB Leipzig hat auch das zweite DFB-Pokalfinale der Klubgeschichte deutlich verloren. Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund siegte insgesamt verdient mit 4:1 (3:0).

Dass die Leipziger auch diese Saison ohne Titel beenden werden, lag an der ersten Halbzeit. Denn hier waren sie an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Die einzige echte Chance vergab Alexander Sörloth in der 41. Minute. Zu dem Zeitpunkt stand es bereits 0:2, denn der BVB war ausgesprochen effizient und nutzte seine Chancen eiskalt zu Toren. Jadon Sancho (6., 45.+1) und Erling Haaland (29.) ebneten den Schwarz-Gelben mit ihren Toren schon vor der Pause den Weg zum fünften Titel.

Leipzig zeigt Charakter

0:3 zur Pause, für die zweite Halbzeit drohte Langeweile, aber es kam anders. Denn RB spielte nun mit Poulsen und Nkunku statt Sörloth und Hwang – und damit auch deutlich schneller, kraftvoller und gefährlicher. Nach nicht mal 30 Sekunden traf Nkunku die Latte, Forsberg etwas später den Pfosten (71.), Olmo belohnte das starke Aufbäumen mit dem 1:3 (72.). Ein Tor aus sechs hochkarätigen Chancen nach dem Wechsel war aber zu wenig für ein Fußballwunder. Stattdessen machte Dortmunds Haaland das finale 4:1 (88.). Dass er bei seinem Abschluss sich ans Standbein schoss und der Ball so unhaltbar ins Tor rollte, passte dann auch zur Verteilung des Matchglücks.

Die letzten Momente und die Pokal-Übergabe 00:57 Min. Verfügbar bis 14.05.2022

Das sagten die Trainer

Erdin Terzic (Dortmund): "Das war definitiv nicht unser bestes Spiel, wir haben aber vier Tore gemacht. Ich habe meine Stimme extrem gerne geopfert. Wir alle haben uns diesen Abend verdient. Es ist ein Tagesgeschäft. Wir kriegen ständig auf die Fresse, wenn es nicht läuft. Jetzt lasst uns doch mal diesen einen Abend. Heute halte ich nur den Pokal in der Hand."

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Wir hatten viele gute Situationen im letzten Drittel, doch oft stimmte der erste Kontakt nicht. Dortmund geht mit der ersten Chance in Führung, hatte drei Situationen, schießt drei Tore. Am heutigen Tag war das der Unterschied. Man kann sich vorstellen, dass es mir nicht gut geht. Es geht aber nicht um mich, sondern um den Klub. Das ist schmerzhaft. Ich weiß, wie die Schlagzeilen jetzt ausfallen. Ich kann damit ganz gut umgehen. Wir haben noch zwei Bundesliga-Spiele, die nicht so angenehm sind. Ich denke jetzt nicht an meinen Wechsel."

MDR | Stand: 14.05.2021, 00:55

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