Eiskunstlauf: EM-Kurzprogramm von Letizia Roscher und Luis Schuster 06:11 Min. Verfügbar bis 23.01.2023

Eiskunstlauf | EM

Kein Hadern: Chemnitzer Roscher und Schuster wollen durchstarten

Stand: 23.01.2022, 09:52 Uhr

Beim ersten EM-Auftritt zahlten Letizia Roscher und Lius Schuster noch Lehrgeld. Die Reaktionen auf ihr Debüt aber waren durchweg positiv. Und bei der Junioren-WM im März wollen die Chemnitzer einen Top-Ten-Platz.

Die erste Feuertaufe ist für das Chemnitzer Eislaufpaar Geschichte. Letizia Roscher und Luis Schuster zeigten sich bei den Europameisterschaften in Tallinn (12.01.-16.01.2022) zum ersten Mal auf der großen Eiskunstlaufbühne, belegten dabei den 19. Platz. Das reichte nicht, um das Kürfinale zu erreichen. Von großer Enttäuschung ist aber auch eine Woche nach dem Wettkampf bei den sympathischen Paarläufern nichts zu spüren.  

Aufregung und Freude nach Feuertaufe

Letizia Roscher und Luis Schuster | Bildquelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Es überwiegt die Freude, und wir werden daraus lernen. Natürlich sind wir auch ein klein wenig traurig, weil es am Ende doch knapp war bis zum 16. Platz. Aber wir haben das gut gemeistert für den ersten Auftritt", erklärt Letizia Roscher. Und natürlich war die Aufregung am Ende viel größer als vorher gedacht, auch wenn Luis Schuster sagt: "Es war nicht so, dass ich extrem nervös war." Letizia dagegen "war aufgeregt". Und sie schwärmt von der Atmosphäre in Tallinn. "Wir hatten zwei Tage vorher schon Training auf dem Eis. Es waren viele Zuschauer da, dazu das Licht. Es war Wettkampf-Feeling. Ich war da nicht so locker."

Kurzkür mit einigen Wacklers

Das Kurzkür-Programm brachten die beiden dann mit einigen Wacklern und Fehlern durch, zeigten bei den Hebefiguren aber schon, welch Potential in ihnen steckt. "Mit unseren Hebefiguren können wir schon mithalten. Wenn die Sprünge besser klappen, können wir bei der nächsten EM sicher im Mittelfeld mithalten", so Schuster.

Und auch Trainerin Monika Scheibe und Junioren-Bundestrainer Rico Rex gingen nicht allzu kritisch mit den Newcomern um. Es seien zwar ärgerliche Fehler dabei gewesen, sonst aber war es okay. "Sie haben sich für uns gefreut, wir haben uns schließlich zum ersten Mal dort gezeigt", erklärt Schuster. Auch die Reaktionen aus der Heimat war ausschließlich positiv. "Es war schon anders, wenn wir im TV zu sehen sind, etwas Besonderes. Alle haben sich alle gefreut, dass wir so schön gelaufen sind", berichte Roscher.

Russische Übermacht auch im Paarlauf

Die Kür der Sportpaare verfolgte das Chemnitzer Paar noch live in Tallinn und staunte vor allem über die großartigen russischen Paare, die überlegen den kompletten Medaillensatz abholten. "Die haben diese gewisse Leichtigkeit auf dem Eis. Auch wenn die anderen ohne Fehler durchkommen, ist da noch ein Unterschied", schwärmte Letizia Roscher.

Nächstes Ziel: Top Ten bei Junioren-WM

Seit Montag (17.01.2022) stehen Letizia Roscher und Luis Schuster in Chemnitz wieder auf dem Eis. Das langfristige Saisonziel heißt: Junioren-Weltmeisterschaft im März in Sofia. "Mit einer fehlerfreien Vorstellung wollen wir dort in die Top Ten laufen", gibt Schuster die Zielrichtung vor. Dafür soll es auch noch zwei "Wettkämpfe" geben. Kommendes Wochenende (29./30.01.2022) stehen die offenen sächsischen Meisterschaften an. In vier Wochen soll dann noch ein Programm unter Wettkampfbedingungen stattfinden.  

rei