Jena setzt Ungeschlagen-Serie auch in Rathenow fort

Carl Zeiss Jena bezwingt Rathenow und springt auf Platz drei 09:32 Min. Verfügbar bis 23.10.2022

Fußball | Regionalliga

Jena setzt Ungeschlagen-Serie auch in Rathenow fort

Der FC Carl Zeiss Jena bleibt auch das zwölfte Spiel in Serie ungeschlagen. In Rathenow mussten die Thüringer aber erstmal einem Rückstand hinterherlaufen.

Der FC Carl Zeiss Jena klettert in der Regionalliga weiter nach oben. Nach dem 3:1-(1:1)-Sieg von Samstag (23.10.2021) bei Optik Rathenow sind die Thüringer jetzt schon Tabellendritter. Rathenow bleibt nach der achten Saisonniederlage Drittletzter der Regionalliga Nordost.

Rathenow überrascht mit Führung

Rathenow vs Jena

Der abstiegsbedrohte Gastgeber aus dem Havelland überraschte Jena zunächst mit Offensivfußball und engagierten Zweikämpfen. Rathenow spielte nach vorn ging gar nicht unverdient in Führung: Nach einem Konter über rechts köpfte Jonathan Muomio aus Nahdistanz zum umjubelten 1:0 ein (13.). Vor 456 Zuschauern, darunter etwa 150 Jenaer Anhänger, brauchte der FCC nun etwas, um sich wieder zu fangen. Jena hatte zwar über weite Strecken Ballbesitzvorteile. Die richtigen Hochkaräter konnte sich Jena aber nicht herausspielen.

Doppelpack von Wolfram

Rathenow vs Jena

Noch vor der Pause kam Jena aber zum Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte Maximilian Wolfram zum verdienten 1:1 ein (35.). Neuen Wind bekam das CZ-Spiel nach der Pause mit den Einwechslungen von Alexander Prokopenko und Leon Bürger. Die Jenaer Führung fiel dann aber doch etwas glücklich: Optik-Abwehrspieler Benjamin Wilcke bekam den Ball an den Arm, den fälligen Handelfmeter verwandelte Wolfram sicher und schnürte damit einen Doppelpack (53.).

Konter zur Entscheidung

Rathenow gab sich nicht auf und drängte auf den Ausgleich. Mit zunehmender Spieldauer ergaben sich so für Jena Konterchancen. Der eingewechselte Vasileios Dedidis (83.), Maximilian Oesterhelweg (85.) und Wolfram ließen gute Möglichkeiten noch liegen. Zur 3:1-Entscheidung traf schließlich Dedidis freistehend aus Nahdistanz (90.).

Das sagten die Trainer

Andreas Patz (Carl Zeiss Jena): "Ich bin sehr froh, dass wir hier drei Punkte eingefahren haben. Wir wussten, was auf uns zukommt. Trotzdem hatten wir keine gute Anfangsphase und sind mit dem Gegentor bestraft worden. Wir wussten um die Stärke und Leidenschaft von Optik. Wir haben das angesprochen, das aber nicht gleich umgesetzt. So mussten wir dem Rückstand hinterherlaufen. Aber wir sind ruhig geblieben. Wir haben dann mehr und mehr ins Spiel reingefunden. Wir sind einfach geblieben. Wir sind froh, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit angepasst haben. Jetzt sind wir glücklich, dass wir mit dem Sieg nach Hause fahren dürfen. Rathenow steht mit ein paar Punkten zu wenig da. Glückwunsch für den Auftritt, Rathenow hat uns alles abverlangt."

Ingo Kahlisch (Optik Rathenow): "Ich bin unglücklich, dass ich jede Woche den gleichen Scheiß quatschen muss. Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, wo wir stehen. Jena, Cottbus, Chemnitz sind nicht unser Maßstab. Man sieht, was geht, wenn man sich reinhaut. Wir haben noch fünf Endspiele. Da müssen wir punkten. Wir müssen ruhig bleiben, dann kommen die Siege auch. Die Niederlage heute tut noch mehr weh als gegen Chemnitz. Bis zum 3:1 war immer noch was drin. Leider hat es wieder nicht gereicht."

MDR | Stand: 23.10.2021, 17:53

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