Handball | 2. Bundesliga

HC Elbflorenz reißt gegen Hagen das Ruder herum - Herbe Pleite für Eisenach

Stand: 26.12.2021, 20:15 Uhr

Der HC Elbflorenz hat zum Hinrundenabschluss mit einem starken Endspurt gegen Eintracht Hagen doch noch einen Zweier eingefahren. Für den ThSV Eisenach setzte es dagegen eine deftige Niederlage bei den Wölfen aus Rimpar.

HC Elbflorenz gewinnt nach Kraftakt gegen Hagen

Der HC Elbflorenz hat zum Hinrundenabschluss noch einmal zwei Punkte eingefahren. Gegen die Überraschungsmannschaft VfL Eintracht Hagen rissen die Sachsen mit einem Kraftakt in den letzten Minuten das Ruder noch einmal herum und gewannen mit 32:29.

Nach einem 0:2-Rückstand ging die Mannschaft von Rico Göde konzentrierter zu Werke und legte einen Vier-Tore-Lauf hin. Nach fünf Minuten hieß es 4:2, doch den Vorsprung konnten die Gastgeber nicht weiter ausbauen. Mit dem Zwischenstand von 9:7 (15.) schlichen sich danach Fehler im Aufbauspiel ein, Hagen war dagegen treffsicherer und führte zur Halbzeit mit 18:16.

Nach dem Wechsel blieb es ein ständiges Auf und Ab. Die Südwestfalen hatten weiterhin die Nase vorn, der HC Elbflorenz "hechelte" zumeist ein, zwei Toren hinterher. In der 50. Minute hatten die Göde-Schützlinge endlich auf Gleichstand (26:26) gestellt, ab da blieben sie in Vorderhand (29:27/53.) und ließen sich den Erfolg nicht mehr nehmen. Bester Werfer der Hausherren war Nils Holger Kretschmer mit zehn Treffern. Bei den Gästen traf Jan-Lars Gaubatz am meisten (8).

Eisenach geht gegen Rimpar unter

Im Gegensatz zum HC Elbflorenz hat sich der ThSV Eisenach noch einmal eine deftige Niederlage eingehandelt. Die Thüringer waren bei den Rimpar Wölfen zu Gast, verschliefen die zweite Hälfte fast völlig und verloren schließlich mit 26:35 (14:16).

In der Anfangsphase entwickelte sich noch eine muntere Partie, in der beide Teams auf Augenhöhe agierten. Alexander Saul traf zu Beginn zweimal aus dem Rückraum, die Wölfe konnten aber ihrerseits kontern und nach fünf Minuten das erste Mal in Führung gehen (5:4). Vor allem Rimpars Patrick Schmidt machte den Gästen in der ersten Halbzeit große Probleme und war mit acht Toren der Hauptgrund dafür, dass sich die Wölfe schnell ein kleines Polster erarbeiten konnten.

Bereits nach zwölf Minuten musste ThSV-Coach Misha Kaufmann das erste Mal reagieren und nahm die erste Auszeit beim Stand von 8:4 gegen die Eisenacher. Den größten Unterschied machte die Torhüterleistung. Während beide Keeper der Thüringer nicht ins Spiel fanden, war Andreas Wieser auf Seiten der Gastgeber früh ein Faktor und parierte gleich mehrere freie Würfe der Gäste. Folgerichtig ging der ThSV mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine und musste sich in Hälfte zwei deutlich steigern.

Fynn Hangstein (ThSV Eisenach) | Bildquelle: imago images/Picture Point

Aber weit gefehlt. Nach einer ordentlichen Phase bis zur 40. Minute, brachen die Eisenacher komplett ein und leisteten sich einen Fehler nach dem anderen. Das Sieben-gegen-Sechs im Angriff ging katastrophal nach hinten los und so kamen die Wölfe immer wieder zu einfachen Treffern auf den leeren Kasten der Gäste. In der Schlussphase zogen die Rimparer auf bis zu zehn Punkten davon und ließen dem ThSV keine Chance mehr.

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jmd, vkr