Hallescher FC schlägt Türkgücü München und steht dicht vor dem Klassenerhalt

Hallescher FC mit klarem Erfolg gegen Türkgücü München 02:13 Min. Verfügbar bis 10.05.2022

Fußball | 3. Liga

Hallescher FC schlägt Türkgücü München und steht dicht vor dem Klassenerhalt

Der Hallesche FC hat den vielleicht schon letzten Schritt zum Klassenerhalt gemacht. Am Dienstag bezwang die Schnorrenberg-Elf Aufsteiger Türkgücü München und übersprang die magische 46-Punkte-Marke.

Der Hallesche FC kann wohl endgültig für eine weitere Saison in der 3. Fußball-Liga planen. Am Dienstag bezwangen die Saalestädter Neuling Türkgücü München nach furioser zweiter Halbzeit mit 4:1 und haben die 46-Punkte-Marke erreicht. Schon am Mittwoch könnte der HFC den Klassenerhalt nun auf der heimischen Couch feiern. Wenn die Konkurrenz mitspielt.

HFC-Führung nach schöner Kombination

v. li. im Zweikampf Braydon Manu Hallescher FC und Omar Sijaric Türkgücü München.

Dem HFC war von Beginn an der Wille anzumerken, die scheinbar magischen 46 Punkte - noch keiner ist damit abgestiegen - mit einem Sieg zu erreichen. Die nach einer schwachen Vorstellung gegen Uerdingen angeknockten Gäste liefen zunächst vor allem hinterher. Halle belohnte sich früh: Nach einem herrlichen Angriff über fünf Stationen brachte Antonios Papadopoulos den HFC mit einem Flachschuss aus 14 Metern ins untere linke Eck in Führung (8.). Damit mochte sich die Elf von Florian Schnorrenberg auch noch nicht zufrieden geben. Oft am Ball in dieser ersten Phase: Türkgücü-Schlussmann René Vollath. Nach einer halben Stunde dann aber ein Cut: Eine Ecke von Standard-Spezialist Sebastian Maier köpfte der Ex-Hallenser Petar Sliskovic am kurzen Pfosten ein (31.). Ab jetzt war es eine ausgeglichene Partie. Das 2:1 für die Gastgeber lag dennoch in der Luft, aber Mittelstürmer Terrence Boyd scheiterte nach starker Vorarbeit von links von Julian Derstroff per "Scorpion-Kick" aus der Luft an Vollath (38.).

Doppelschlag nach einer Stunde

Besser aus der Pause kamen die Gäste, Halle hatte Mühe. Aber dann eine gewisse Duplizität der Ereignisse: Diesmal trafen die Gastgeber ein wenig aus dem "Unerwarteten", wieder eine Ecke von rechts, die diesmal der Österreicher Stipe Vucur zum 2:1 ins Netz köpfte (60.). Nur fünf Minuten später nutzte Michael Eberwein seinen Freiraum und legte zum 3:1 nach. Das war so etwas wie die Vorentscheidung. Türkgücü hatte nichts mehr zuzusetzen. Boyd erhöhte mit wuchtigem Schuss in den Winkel sogar noch auf 4:1 und freute sich auch endlich mal wieder über einen Treffer, sein bereits 16. Saisontor (82.). Die vergangenen drei Partien war er leer ausgegangen.

Die Stimmen zum Spiel:

Andreas Pummer (München/Vertreter des erkrankten Serdar Dayat): "Wenn man das Ergebnis so betrachtet, war es keine gute Leistung. Das frühe Gegentor hat uns kein Selbstvertrauen gegeben. Wir sind dann mit dem Standard gut zurückgekommen. Wir hatten uns für die 2. Halbzeit viel vorgenommen, aber dann ist es wie so oft. Der Standard von Halle zieht uns dann den Stecker, wir haben fünf Minuten gar nicht mehr in die Spur gefunden, haben dann auch prompt das 3:1 bekommen. Und am Schluss ist es dann 4:1 ausgekommen. Es war ein gebrauchter Tag für uns."

Florian Schnorrenberg (Halle): "Ich hoffe, die 46 Punkte reichen. Ich bin mächtig stolz, wie wir zuletzt zehn Punkte aus fünf Spielen geholt haben. Man hat heute schon gespürt, dass die Mannschaft eine Stress-Situation gespürt hat. Nach dem 1:1 hatten wir schon eine Phase, wo wir ein bisschen geschockt waren. Nachher das Spiel dann in dieser Art und Weise und so klar gewonnen zu haben, tut unheimlich gut. Das macht mich richtig glücklich."

HFC-Goalgetter Boyd: "Keine kalten Ravioli mehr" 02:12 Min. Verfügbar bis 05.05.2022

Sportdirektor Heskamp bestätigt HFC-Gespräch mit Ralf Minge 02:49 Min. Verfügbar bis 05.05.2022

cke

MDR | Stand: 04.05.2021, 23:12

Darstellung: