Erzgebirge Aue: Voller Fokus auf St. Pauli und die magische Marke

Fußball: Erzgebirge Aue und diese eine Zahl

01:53 Min. Verfügbar bis 10.04.2022


Fußball | 2. Bundesliga

Erzgebirge Aue: Voller Fokus auf St. Pauli und die magische Marke

Mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli könnte Erzgebirge Aue das große Saisonziel erreichen: Die 40-Punkte-Marke. Was danach kommen könnte, daran verschwendet Trainer Dirk Schuster noch keine Gedanken. Zudem ist er optimistisch was das reguläre Ende der Saison angeht.

Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue

Dirk Schuster bemühte vor dem anstehenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli eine häufig zitierte Phrase: Man solle das Fell des Bären nicht schon verteilen, bevor man ihn erlegt habe. "Das ist häufig schief gegangen", erklärte der FCE-Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag (08.04.2021). Entsprechend will sich Dirk Schuster nicht mit dem beschäftigen, was danach kommt. Erst einmal geht es um das "große Saisonziel": 40 Punkte.

Aue will ersten Matchball verwandeln

Diese könnten die Sachsen mit einem Heimsieg am Samstag (ab 13 Uhr im Liveticker) gegen den aktuell stark aufspielenden FC St. Pauli unter Dach und Fach bringen. "Das ist eine Hausnummer für uns, ein ganz dickes Brett zu bohren. Für uns ist es aber auch der erste Matchball, um die 40 Punkte voll zu machen. Das wollen wir mit aller Macht schaffen", so Schuster.

Wenn das passiert sein sollte - und nur dann - würde aus dem Saisonziel ein Etappenziel werden. Dann könne man sich überlegen, welche Marken man als nächstes ins Auge fasse, erklärte Schuster. Bei dann noch sechs ausstehenden Spielen, könnten es beispielsweise die 47 Punkte aus der Vorsaison werden.

Schuster warnt vor dem Bundesliga-Sturm

Zunächst aber einmal warnte Schuster vor dem stärksten Rückrundenteam, das seit Mitte Januar 29 Punkte aus zwölf Spielen eingefahren hat. Seitdem ging es von Abstiegsrang 17 auf Position acht rauf. Aktuell liegen die Schanzenkicker einen Zähler vor den "Veilchen". "Die Entwicklung ist atemberaubend und nötigt mir größten Respekt ab", lobte Schuster.

Er hob besonders den erstklassigen Angriff der Hanseaten hervor. "Burgstaller ist für mich ein Bundesligaspieler und auch Marmoush werden wir bald in der Bundesliga sehen", so der 53-Jährige. Doch auch die anderen Mannschaftsteile haben sich seit dem letzten Aufeinandertreffen im Dezember (2:2) verbessert. "Sie haben schon eine Menge Qualität und viel Erfahrung. Sie machen ihrem Gegner das Leben schwer und schalten nach Balleroberung blitzschnell um." Dennoch seien aber gewisse Automatismen und Laufwege identisch, da will Aue ansetzen.

Zolinski und Fandrich zurück - Gnjatic fällt aus

Im Spiel am Wochenende wird Ognjen Gnjatic nach seiner Gelbsperre nicht zur Verfügung stehen. Philipp Riese sei nach seinem Kurzeinsatz zuletzt gegen Regensburg (1:1) vermutlich noch kein Kandidat für die Startelf. Jedoch wolle Schuster bei ihm noch die letzten Trainingseindrücke abwarten.

Ben Zolinski und Clemens Fandrich sind nach ihren positiven Corona-Tests nun wieder zurück, haben aber nach der Quarantäne noch Aufholbedarf. Beide hatten normale Symptome und fühlten sich matt, beschrieb Schuster deren Krankheitsverlauf. "Sie haben in der Quarantäne etwas an Fitness verloren. Es hat beiden zu schaffen gemacht, das hat man schon gesehen", so Schuster.

Reguläres Saisonende: Schuster ist optimistisch

Dass nach der Quarantäne-Anordnung bei den Ligakonkurrenten Karlsruher SC und SV Sandhausen das Ligafinale in Gefahr gerät, hofft Schuster nicht. "Ich wünsche mir, dass die Saison regulär zu Ende geht. Und ich bin optimistisch. Denn bisher hat das Hygienekonzept der DFL sehr gut gegriffen", erklärte der Übungsleiter. Ähnlich wie FCE-Geschäftsführer Michael Voigt glaubt er, dass die jetzt ausfallenden Spiele in den kommenden Wochen nachgeholt werden können: "Es wird wohl vor dem Saisonfinale noch ein paar englische Wochen mehr geben."

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rho

MDR | Stand: 10.04.2021, 11:39

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