Erzgebirge-Aue-Geschäftsführer Voigt glaubt an reguläres Saisonende

Geschäftsführer Michael Voigt

Fußball | 2. Bundesliga

Erzgebirge-Aue-Geschäftsführer Voigt glaubt an reguläres Saisonende

Von Raphael Honndorf

Mit dem Karlsruher SC und dem SV Sandhausen sind aktuell zwei Zweitligisten in Quarantäne. Trotzdem hat Erzgebirge-Aue-Geschäftsführer Michael Voigt nur wenig Sorge, dass die Saison nicht regulär endet. Ein selbstverordnetes Quarantäne-Trainingslager schließt er aus.

Nur einen Tag nach dem Karlsruher SC wurde am Mittwoch mit dem SV Sandhausen der nächste Fußball-Zweitligist auf behördliche Anordnung in Quarantäne geschickt. Der SVS, der nun vier Coronafälle in den eigenen Reihen hat, wird wie der KSC in den nächsten 14 Tagen kein Spiel absolvieren können. So kommt die Liga in eine gewisse Terminnot. Denn bei den Badenern müssen zum gegenwärtigen Stand drei Partien neu terminiert werden, bei den Kurpfälzern zwei.

Dass dadurch die Saison in Gefahr ist, glaubt Michael Voigt, Geschäftsführer vom sächsischen Ligakontrahenten Erzgebirge Aue, dennoch nicht. "Die DFL hat sich die Option erhalten, am Ende der Saison ein Quarantäne-Trainingslager zu bestimmen", verweist er auf die Vorgaben der Liga. So könne der Endspurt der Liga gesichert werden. Davor bestehe zudem noch die Möglichkeit weitere englische Wochen einzuschieben.

Partie gegen KSC abgesagt

Die Entscheidung der Deutsche Fußball Liga (DFL) vom Dienstag, zum jetzigen Zeitpunkt kein verpflichtendes Quarantäne-Trainingslager durchzuführen, hält für Voigt richtig. "Die Inzidenzzahlen sind aktuell so, dass kein Quarantäne-Trainingslager notwendig ist", erklärte er auf "Sport im Osten"-Anfrage.

Auch die Absage der Begegnung beim Karlsruher SC mache da erst einmal keinen Unterschied. "So eine Situation gab es ja nun schon mehrfach. Aktuell ändert das für uns nichts, außer, dass es möglicherweise eine weitere englische Woche gibt", sagte Voigt. Deswegen werde man beim FCE auch nicht noch einmal bei der DFL vorstellig, um ein Umdenken anzuregen. Zumal die Erfolgsaussichten gering sind: "Die DFL legt die Vorgaben fest und wir halten uns daran, einen großen Einfluss auf diese Vorgaben haben wir nicht", so Voigt.

Keine eigenes Quarantäne-Trainingslager

Aue werde sich nun auch nicht aus reiner Vorsicht in ein selbst auferlegtes Quarantäne-Trainingslager begeben, versicherte Voigt: "Das planen wir nicht. Die Saison geht noch bis Ende Mai. Wenn wir jetzt ein eigenes Quarantäne-Trainingslager machen würden, müssten wir unsere Spieler und Verantwortlichen bis dahin abschotten." Dies sei auch mit Blick auf die Familien der Spieler und Verantwortlichen zu lang.

U21-EM eine Woche nach dem letzten Spieltag

Natürlich weiß Voigt um den knappen Terminkalender, auch weil nach dem Saisonende in der 2. Liga die Finalrunde der U21-EM folgt und dann auch noch die "große" EM ansteht.

Aus jetziger Sicht könne aber nur eine Saisonunterbrechung, wie im Frühjahr 2020, für Schwierigkeiten sorgen. "Es kann natürlich passieren, dass die Politik bei steigenden Zahlen einen kompletten Lockdown beschließt und wir, wie im letzten Jahr, gar nicht spielen können. Dann muss aber alles neu bewertet werden. Dann kann es auch sein, dass keine EM stattfindet", vermutet Voigt.

MDR | Stand: 07.04.2021, 15:01

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