Dynamo Dresden ballert weiter Richtung zweite Liga

3. Liga: Dynamo Dresden verteidigt Tabellenführung gegen Köln 19:53 Min. Verfügbar bis 10.05.2022

Fußball | 3. Liga

Dynamo Dresden ballert weiter Richtung zweite Liga

Von Ronny Eichhorn

Die Serie von Trainer Alexander Schmidt hält! Die SG Dynamo Dresden ließ sich auch von Viktoria Köln nicht aufhalten und grüßt weiter von der Tabellenspitze. Und die Konkurrenz spielte auch noch mit.

Es riecht schon ein wenig nach 2. Bundesliga in Dresden! Die SG Dynamo gewann das erste von drei Endspielen gegen Viktoria Köln mit 2:0, nach einer vor allem in der ersten Halbzeit aufstiegsreifen Leistung. Am kommenden Wochenende kann Dynamo mit einem Heimsieg gegen Türkgücü München bereits den Aufstieg perfekt machen.

Dynamo hellwach und doppelt erfolgreich

Ransford Königsdörffer und Heinz Mörschel standen im Vergleich zu Verl-Spiel neu in der Startelf. "Er machte einen guten Eindruck und soll alles reinwerfen", sagte Dynamo-Coach Alexander Schmidt vor dem Anpfiff bei Magenta Sport. Einen guten Eindruck machten die Gastgeber dann auch ab der ersten Minute. Agyemang Diawusie hatte früh die Führung auf dem Fuß. Doch nach einem starken Solo brachte er den Ball nicht an Keeper Sebastian Mielitz vorbei.

Aber schon nach elf Minuten jubelten die Schwarz-Gelben: Mörschel spitzelte die Kugel aus 14 Metern ins rechte untere Eck, der Ball wurde noch einen Hauch abgefälscht. Und Dresden blieb dran, ließ die Viktoria – immerhin seit zehn Spielen ohne Niederlage – nicht einmal richtig gefährlich vor das Tor von Kevin Broll kommen. Nach 28 Minuten war der Tank bei Königsdörffer aber schon leer, es kam Panagiotis Vlachodimos. Und der holte nur zwei Minuten später den Elfmeter, als er das ausgestreckte Bein von Kai Klefisch dankend annahm. Philipp Hosiner verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:0.

Dynamo spart Kraft - Köln ohne Ideen

Panagiotis Vlachodimos, SG Dynamo Dresden, vorn und Maximilian Rossmann, FC Viktoria Köln hinten.

Mit zwei frischen Leuten, Niklas Kreuzer und Luka Stor, startete Dynamo in die zweite Halbzeit. Die Marschroute war klar: Es mussten nach den kräftezehrenden Spielen zuletzt Kräfte gespart werden. Köln übernahm nun die Szenerie, Dynamo hielt den Laden hinten dicht, es gab am Ende nur zwei Schüsschen, die Broll vor keine Probleme stellten. Viktoria mühte sich bis vor den Strafraum, fand aber keine Lösungen gegen den nun dichten Riegel der Sachsen.

Dynamo Dresden untermauert Spitzenplatz 00:54 Min. Verfügbar bis 08.05.2022

Das sagten die Trainer und Spieler

Olaf Janßen (Köln): "Es war schön, wieder nach Dresden zu kommen. 30.000 haben aber gefehlt. Ich war gerne hier. Es war ein anderes Spiel als sonst. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass ich mir das anders vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns Halbchancen erspielt. Das waren wir in der ersten nicht, haben da verdient die Tore bekommen. Wenn man nicht mit der Einstellung reingeht, wird man bestraft. Ich gönne dem Verein, der Stadt und den Fans den Aufstieg."

Alexander Schmidt (Dresden): "Die Mannschaft ist sehr willig. Sie geben jeden Blutstropfen. Königsdörffer hat angezeigt, dass nichts mehr geht. Bei der Spielweise, die wir an den Tag gelegt haben, kann ich nicht lange warten und muss einen Frischen bringen. Ich schaue nur auf meine Mannschaft. Wir haben es in der Hand. Wir haben die Ergebnisse und die Tabelle gesehen, das pusht uns noch mehr. Jeder weiß, was hier los ist, wenn wir aufsteigen. Der Druck ist automatisch da. Man muss es drehen, nur auf das nächste Spiel schauen."

Niklas Kreuzer: "Wir haben am Wochenende eine große Chance, das muss jedem bewusst sein. Da mache ich mir keine Sorgen, wenn wir die Mentalität an den Tag legen wie heute. Vor dem Spiel hat der Trainerstab ein Video gezeigt, als wir nach Magdeburg nach Hause gefahren sind, Dresden unter Feuer stand. Ich habe jedem der Jungs erzählt, was los ist, wenn du das erreichst. Nach dem Sieg heute vor ausverkauftem Haus, das will sich keiner vorstellen, was da los gewesen wäre. Der Druck hier in Dresden ist sehr hoch. Da kann man auch mal eine Träne verdrücken.“

MDR | Stand: 08.05.2021, 21:23

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