Dynamo Dresden macht weiteren Schritt zum Wiederaufstieg

Tor für Dresden. Christoph Daferner (33, Dresden) trifft zum 1:0 und jubelt

Fußball | 3. Liga

Dynamo Dresden macht weiteren Schritt zum Wiederaufstieg

Drittliga-Primus Dynamo Dresden hat sich auch vom neuerlichen Verletzungspech nicht aufhalten lassen und wurde seiner Favoritenrolle gegen den Tabellenletzten aus Lübeck gerecht.

Dynamo Dresden hat den nächsten Schritt Richtung Wiederaufstieg gemacht. Die Elf von Markus Kauczinski ließ im Duell der Gegensätze gegen den Tabellenletzten VfB Lübeck nichts anbrennen und gewann verdient mit 3:1 (2:0).

Ohne Stark und mit Kreuzer

Nach 24 Spieltagen darf man sich schon die Frage stellen: Wer soll diese Dresdner aufhalten? Gegen Lübeck feierten die Schwarz-Gelben einen souveränen Sieg – den 14. in dieser Saison. Und das, obwohl sieben vermeintliche Stammspieler fehlten und mit Yannick Stark auch noch der Kapitän ersetzt werden musste. Stark war im Abschlusstraining auf die Schulter gefallen und konnte nicht mitmischen. Stattdessen feierte Rückkehrer Niklas Kreuzer nach einem halben Jahr ohne Spielpraxis sein Comeback – und das in der Startelf.

Dynamo nutzt die erste Chance

Nach zehn Minuten auf Augenhöhe nutzte Dynamo die erste Ecke zum Torerfolg. Christoph Daferner lauerte nach der Ecke von Paul Will am langen Pfosten und schoss abgezockt ein: 1:0 (12.). Wenig später glänzte Will als Torschütze. Der Mittelfeldspieler zog aus knapp 20 Metern mit links ab und ließ Torwart Lukas Raeder keine Chance: 2:0 (24.). Die Gäste kämpften, hatten gegen abgezockte und ballsichere Dresdner aber keine ernsthafte Chance.

Lübeck vergibt Elfmeter

Zumindest bis zur 40. Minute. Dann gab es nach einem Körperkontakt von Tim Knipping gegen Ersin Zehir plötzlich einen Elfmeter, der Sorte kann man geben, muss man aber nicht. Yannick Deichmann hatte die große Chance, zu verkürzen, ließ sie aber liegen und donnerte den Ball deutlich über den Kasten.  

Druckphase nach dem Wechsel

Nach dem Wechsel stellte Lübeck von Vierer- auf Dreierkette um und hatte mehr Ballbesitzphasen - und plötzlich auch die Chance zum Anschluss. T. Deters tauchte frei vor Kevin Broll auf, der Dynamo-Keeper verhinderte mit einer Glanztat das 1:2 und jubelte fast im Gegenzug über das 3:0.

Kreuzers Traumstart

Ausgerechnet Kreuzer traf nach einer butterweichen Flanke von Daferner (60.) mit einem Volleyschuss. Die Entscheidung? Denkste! Lübeck verkürzte 120 Sekunden später per Elfmeter auf 1:3 (62.). Julius Kade hatte den Strafstoß verursacht, Zehir verwandelte ihn. Brenzlig wurde es aber nicht mehr, weil Lübeck in der letzten Zone nur selten gefährlich wurde. Gezittert wurde in Dresden am Sonntag also höchstens wegen der Temperaturen.

Das sagten die Trainer

Rolf Landerl (Lübeck): "Es war definitiv mehr drin. Wir haben einige gute Chance liegengelassen. Ist der erste Elfmeter drin, läuft das Spiel anders. In den ersten 30 Minuten hat es Dynamo richtig gut gemacht, danach waren wir besser drin im Spiel. Die Chancen musst du aber machen, sonst wird es schwierig."

Markus Kauczinski (Dresden): "Wir haben die Tabellenspitze verteidigt, vor allem durch die erste Halbzeit, die sehr stark war. Wir haben das Spiel sofort bestimmt und die Favoritenrolle angenommen. Wir haben gewusst, dass Niklas nicht durchspielen kann, aber er hat gezeigt, wie gut er ist. Ich freue mich total für ihn. "

Dynamo-Stimmen nach dem Sieg gegen Lübeck 02:43 Min. Verfügbar bis 14.02.2022

sst

MDR | Stand: 14.02.2021, 17:57

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