Dennis Erdmann TSV 1860 München, 13 reklamiert, im Hintergrund bejubeln die Zwickauer Spieler das Tor zum 0:1

Fußball | 3. Liga Duell der Enttäuschten: FSV Zwickau gastiert beim TSV 1860 München

Stand: 20.01.2023 10:37 Uhr

Trotz der 0:1-Heimpleite gegen Oldenburg im ersten Pflichtspiel des Jahres reist der FSV Zwickau selbstbewusst zum Samstagsspiel beim TSV 1860 München (14 Uhr im Liveticker der SpiO-App). Die Löwen stehen nach der 1:3-Auftaktniederlage beim SV Waldhof Mannheim selbst gehörig unter Druck. Im Duell der Verlierer sehen die Westsachsen dennoch ihre Chance.

"Wir haben gut gearbeitet, wir haben natürlich die Fehler, die wir gemacht haben, angesprochen. Und wenn wir eine konzentrierte Leistung bringen, so wie wir sie in der zweiten Halbzeit gegen Oldenburg gebracht haben, dann sind wir in der Lage auch dort zu punkten oder zu gewinnen", sagte FSV-Coach Joe Enochs am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Schlechte Chancenverwertung "Kopfsache"

Als erneut großes Manko hat sich bei den Schwänen, die mit 16 Zählern auf einem Abstiegsplatz stehen, erneut die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor gezeigt. So war die 0:1-Niederlage gegen Oldenburg besonders schmerzlich, da Zwickau trotz 12:0 Ecken und guter Möglichkeiten sowie dem von Johan Gomez verschossenen Elfmeter am Ende leer ausging. "Ich kann den Jungs wirklich nur wenige Vorwürfe machen. Den einzigen Vorwurf, den ich mache kann, wir müssen unsere Torchancen nutzen. Deswegen spielt der Kopf eine große Rolle bei uns. Wenn wir frühzeitig in Rückstand geraten, müssen wir schnell wieder aufstehen, dass es nicht so lange dauert, bis wir wieder ins Spiel kommen."

FSV Zwickau dominiert nach Belieben - und verliert trotzdem gegen Oldenburg

Personal: Assibey-Mensah und Herrmann fraglich

In der Startaufstellung hat der Zwickauer Cheftrainer Veränderungen angedeutet, die er aber noch nicht verraten wollte. Personell muss Enochs definitiv auf Felix Brand (nach Erkrankung im Lauftraining), Can Coskun (Meniskus-OP), Lukas Krüger (nach Schambeinentzündung im Lauftraining) und Filip Kusic (Kreuzbandriss) verzichten. Auch bei Raphael Assibey-Mensah (muskuläre Probleme) und Robert Herrmann (Trainingsabbruch nach Rückenproblemen) sieht es eher schlecht für einen Einsatz an der Isar aus.

1860 München ebenfalls unter Druck

Der ambitionierte TSV 1860 München steht selbst unter Zugzwang und "nur" auf Tabellenplatz sechs. Die letzten fünf Spiele konnten nicht gewonnen werden, was Coach Michael Köllner zuletzt in die Schusslinie brachte. Unter der Woche gab es nach einer kritischen Analyse aber ein Bekenntnis zum Löwen-Trainer aus der Chefetage, der somit am Samstag an der Seitenlinie stehen wird. "Ich erwarte eine klare Reaktion der Mannschaft und aller Akteure in der gegebenen Situation (...) Jetzt zählen nur noch die Leistung und die Ergebnisse auf dem Spielfeld", sagte Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel am Dienstag.

Bilanz: Löwen haben knapp die Nase vorn

In den bisherigen acht Drittligaduellen beider Kontrahenten (seit Dezember 2018) gab es vier Siege für die Münchner und drei Erfolge für Zwickau. Im letzten Aufeinandertreffen im Februar 2022 kassierte der FSV trotz des Führungstreffers von Dominic Baumann (35.) eine 1:3-Heimniederlage. Dabei sah Lars Lokotsch (47.) die Rote Karte.

Lars Lokotsch sieht im Spiel gegen 1860 München die Rote Karte

Februar 2022: Der Zwickauer Lars Lokotsch sieht im Spiel gegen 1860 München die Rote Karte.

red