Dresdner SC vor Meisterfinale: Unlösbare Aufgabe mit Persönlichkeit und Herz lösen

.l.: Emma Cyris, Jennifer Janiska, Camilla Weitzel, Maja Storck und Jenna Gray (alle DSC)

Volleyball | Meisterschafts-Finale

Dresdner SC vor Meisterfinale: Unlösbare Aufgabe mit Persönlichkeit und Herz lösen

Geht es nach der Statistik, müssen die DSC-Frauen in der Volleyball-Meister-Serie gar nicht erst antreten. Gegner Stuttgart ist klarer Favorit. Doch, so weiß DSC-Coach Waibl, Statistik ist nicht das Wichtigste.

Zum siebenten Mal in den vergangenen zehn Meisterschaftsfinals greifen die Volleyballerinnen des Dresdner SC ab Samstag (10.04.2021, 16:30 Uhr, im Ticker) nach dem Titel. In der Finalserie geht es im "Best-of-Five"-Modus gegen den MTV Stuttgart.

Dresden geht als Außenseiter in die Duelle

Paradox: Obwohl die DSC-Frauen in der Hauptrunde als Tabellenerste vor den Stuttgarterinnen lagen, gehen sie in das Finalduell nur als Außenseiter. In dieser Bundesliga-Saison kassierte Dresden zwei klare 0:3-Niederlagen. "Wir haben es nicht geschafft, unseren Angriff durchzubringen und konnten den Angriff von Stuttgart nicht stoppen", so die nüchterne Analyse von DSC-Trainer Alexander Waibl in einer virtuellen Pressekonferenz vor dem Finale, das am Samstag mit einem Dresdner Heimspiel beginnt.

Schlechte DSC-Bilanz gegen Stuttgart

Die Bilanz ist nicht nur in dieser Saison verheerend: Zuletzt gewannen die DSC-Frauen in der Bundesliga im November 2017 gegen den MTV. Dass Stuttgart nicht unschlagbar ist, zeigte der DSC allerdings vor einem Jahr, als das Waibl-Team den Favoriten im DVV-Pokalfinale mit 3:2 niederrang.

Waibl: "Können jeden Gegner schlagen"

Alexander Waibl

Und so geht Waibl auch kämpferisch in das Duell: "Für manche ist Stuttgart vielleicht eine unlösbare Aufgabe. Wir wollen den Gegner so oft es geht schlagen", sagt Waibl und ergänzt selbstbewusst: "Wir wissen, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner schlagen können. Vom Herz und der Persönlichkeit sind wir überragend." Der Plan des Dresdner Erfolgstrainers: "Wir müssen zu Hause All-In gehen, vor allem beim Aufschlag."

Knackpunkt MTV-Angriff

Zudem hofft der Coach, dass sein Team besonders die drei MTV-Angriffsspielerinnen Krystal River,s Michaela Mlejnkova und Maria Segura Pelleres in den Griff bekommt. Ein Sonderlob hat Waibl dabei für Diagonalspielerin Rivers: "Aufgrund ihrer Höhe hat sie mehr Tiefe im Feld", beschreibt der Coach die großen Angriffsmöglichkeiten der Stuttgarter Topscorerin.

Chance auf die Champions League

Unklar ist vor der Finalserie noch, ob sich für den Dresdner SC auch bei einer Niederlage eine Chance auf eine Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison auftut. Entscheidend dafür ist, wie das Nationenranking nach der abgelaufenen Saison ist. Waibl verspricht aber schon: "Wir würden auf jeden Fall die Champions-League-Qualifikation spielen."

Die Termine der Finalserie um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft
1. SpielSa., 10. April, 16:30 UhrDSC - Stuttgart
2. SpielMi., 14. April, 18:00 UhrStuttgart - DSC
3. SpielSa., 17. April, 16:30 UhrDSC - Stuttgart
Evtl. 4. SpielMi., 21. April, 18:00 UhrStuttgart - DSC
Evtl. 5. SpielSa., 24. April, 14:00 UhrDSC - Stuttgart

Volleyball: Halbfinale DSC vs. Potsdam - Der Punkt zur Entscheidung im Krimi 00:55 Min. Verfügbar bis 10.04.2022


Dirk Hofmeister

MDR | Stand: 10.04.2021, 16:16

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