Der "unmenschliche Sprung" des Auers Martin Hamann

Hamann kitzelt mit Traumflug am Schanzenrekord 02:03 Min. Verfügbar bis 23.11.2021

Wintersport | Skispringen

Der "unmenschliche Sprung" des Auers Martin Hamann

Da staunten die Fachleute nicht schlecht. Beim Triumph der deutschen Skiadler in Wisla überraschte der Auer Martin Hamann mit einem Riesensatz. ARD-Reporter Bartels sprach trotz Sturzes von einem "unmenschlichen Sprung".

Da staunten die Fachleute nicht schlecht. Beim Triumph der deutschen Skiadler in Wisla überraschte der Auer Martin Hamann mit einem Riesensatz. ARD-Reporter Tom Bartels sprach trotz Sturzes des 23-Jährigen gar von einem "unmenschlichen Sprung".

Nach dem traumhaften Auftakt in den Skisprung-Winter herrscht bei den deutschen Skiadlern eitel Sonnenschein. Mit Rang zwei im Teamspringen hatten sich die DSV-Springer im polnischen Wisla schon einmal warm gemacht, im Einzel setzten dann Markus Eisenbichler und Karl Geiger mit einem Doppelsieg das Sahnehäubchen drauf.

Hamann: "Hat geflutscht von oben bis unten"

Doch nicht nur die strahlenden Sieger standen im Mittelpunkt, auch Martin Hamann sorgte auf der Adam-Malysz-Schanze für Furore. Der 23-Jährige, der bei der SG Nickelhütte Aue trainiert, flog im zweiten Durchgang auf 138,5 Meter und blieb dabei nur einen halben Meter unter Stefan Krafts Schanzenrekord aus dem Jahr 2013. Zwar konnte der Sachse seinen Traumflug nicht stehen, blieb aber unverletzt und landete am Ende auf Rang 18. "Der Sprung war Wahnsinn. Er hat geflutscht von oben bis unten. Aber leider verzeihe ich es mir erst heute Abend, dass ich den Sprung nicht landen konnte", sagte Hamann. ARD-Reporter Tom Bartels legte noch eine Schippe drauf und sprach gar von einem "unmenschlichen Sprung".

Weltcup-Debüt 2018/19 - DM-Silber 2020

Noch fehlen Hamann die ganz großen Erfolge, doch oben mitgemischt hat er schon seit langem. Das Skisprung-ABC erlernte der gebürtige Altenbacher (bei Wurzen) beim SV Lok Eilenburg auf der Josef-Dotzauer-Schanze, danach zog es ihn in die "weite Welt". Insgesamt brachte er von den Junioren-Weltmeisterschaften dreimal Silber mit nach Hause. Im August 2014 debütierte er im finnischen Kuopio im Continental-Cup (22.). Bei den Deutschen Meisterschaften 2016 in Oberhof holte Hamann den zweiten Platz im Team, dieses Jahr schnappte sich der 23-jährige Springer in Oberstdorf die DM-Silbermedaille. Sein Weltcup-Debüt gab er in der Saison 2018/2019, als er im Gesamtklassement 49. wurde.

Skispringer Martin Hamann: "Der Sprung war Wahnsinn" 00:44 Min. Verfügbar bis 23.11.2021

Luft nach oben bei Vierschanzentournee

Nachholbedarf gab es bei der letzten Vierschanzentournee, als Hamann sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch-Partenkirchen nicht das Finale erreichte. Mischt er ab dem 28. Dezember 2020 weiter bei der ersten Garde mit, sollte es den jungen Mann aus dem Muldental diesmal auch in den Endkampf tragen.

jmd

MDR | Stand: 23.11.2020, 15:59

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