Löhmannsröben: "Selbst meine Jungs, die schon vier Bier drin haben…"

01:54 Min. Verfügbar bis 24.01.2023

Fußball | 3. Liga

"Das, was fehlt, ist das Ergebnis" – Hallescher FC empfängt Viktoria Berlin

Stand: 24.01.2022, 18:37 Uhr

Überzeugende Leistung, unerklärliche Tor-Annulierung, unnötige Niederlage – der Start ins neue Jahr hätte für den Halleschen FC bitterer kaum sein können. Umso mehr bräuchte es am Dienstagabend (25. Januar, 19 Uhr im Radio-Livestream und Liveticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) den Befreiungsschlag gegen Viktoria Berlin.

Im Bild v.l.: Jakob Lewald 4, Viktoria und Michael Eberwein 10, Halle.

Traditionsseligen Fußballfans ist der in Bundesliga und 2. Bundesliga schon zur Gewohnheit gewordene Videoschiedsrichter mitunter ein Graus. In der 3. Liga kommt das Korrektiv aus dem berühmt-berüchtigten "Kölner Keller" bekanntermaßen nicht zum Einsatz. Dem Halleschen FC wiederum hätte am vergangenen Samstag ein energischer VAR-Hinweis in Richtung Hauptschiedsrichter Franz Bokop durchaus einen bitteren Nachmittag in Braunschweig ersparen können.

Nur ein Hallenser Punkt aus sieben Spielen

Wobei etwa HFC-Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben nach Abpfiff der denkwürdigen 0:1-Schlappe einwarf: "Selbst meine Jungs, die schon vier Bier drin haben, haben auch gesehen, dass es ein Tor war." Aber trotz des nur allzu nachvollziehbaren Hallenser Unmuts über Elias Huths warum auch immer zurückgenommenes Ausgleichstor – aufgrund der unfreiwilligen Vorlage des Braunschweigers Jannis Nikolaou stand Assistgeber Joscha Wosz jedenfalls definitiv nicht im Abseits – braucht es am Dienstagabend umso mehr einen Befreiungsschlag daheim gegen die keineswegs in ruhigen Tabellengefilden liegende Viktoria aus Berlin.

Schiedsrichter Franz Bokop diskutiert mit Andre Meyer Trainer

Der HFC hat in den zurückliegenden sieben Spielen sechs Mal verloren und dabei lediglich ein Remis beim wenig ansehnlichen 0:0 gegen den Tabellenvorletzten aus Würzburg zustande gebracht. André Meyer war in sechs jener sieben Partien noch in Diensten des Berliner AK. Schiri Bokops Fehlentscheidung vermurkste ihm das Debüt auf der Hallenser Trainerbank. Trotzig stellte Meyer nach der eigentlich hoffnungsschimmernden Leistung seines neuen Teams fest: "Mich freut es für die Mannschaft, dass sie so ein Spiel hingelegt hat – vor allem in der zweiten Halbzeit eine Riesenmoral gezeigt hat. Das, was fehlt, ist das Ergebnis, die Belohnung dafür."

Huth, Wosz - verändert Meyer die Startelf?

Auch Löhmannsröben verwies selbstbewusst darauf, dass "wir auf jeden Fall besser sind als da, wo wir gerade stehen." Bevor sich diese Ansage allerdings nicht auch durch die vom HFC-Trainer erwähnten Punktgewinnen widerspiegelt, taumeln die Saalestädter im aufgrund der Corona-bedingten Absagen noch nicht begradigten Tableau einstweilen so gerade eben noch mit einem Pünktchen Vorsprung vor der Abstiegszone.

Tor für Halle. Soeren Reddemann 25, Halle hat zum 2:0 getroffen und jubelt mit Marcel Titsch-Rivero und Jonas Nietfeld

Offen bleibt, welche personellen Entscheidung der 38-jährige Fußballlehrer Meyer für das richtungsweisende Dienstag-Heimspiel trifft. Bekommen Huth und Wosz nach der kurzen Eingewöhnungsphase sowie überzeugenden Jokerminuten bei der Eintracht nun gleich ihre Chance von Beginn an? Grünes Licht gibt es dagegen für Kapitän Jonas Nietfeld, der am Samstag mit einer Wadenblessur vorzeitig ausgewechselt werden musste. Trainer Meyer geht davon aus, dass der 28-Jährige, der am Montag mit auf dem Trainingsplatz stand, gegen die Viktoria aufläuft. Für Nietfeld war Sören Reddemann gekommen, der in Braunschweig sein Drittligacomeback nach ausgeheiltem Wadenbeinbruch gab.

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mhe

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Quelle: MDR

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