Torjubel nach dem 0:1: Elias Paul Huth ( 29, Hallescher FC) hier mit Elias Loeder ( 19, Hallescher FC), Jan Rafael Shcherbakovski ( 11, Hallescher FC), Marcel Titsch-Rivero ( 26, Hallescher FC) und Jannes Vollert ( 5, Hallescher FC)

Fußball | 3. Liga

Dank Doppelpacker Huth: HFC sichert mit Sieg in Würzburg die Klasse

Stand: 08.05.2022, 15:47 Uhr

Der Hallesche FC hat den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. In einem vor allem in der Schlussphase emotionalen Spiel in Würzburg gelang dem HFC am Sonntag (08.05.2022) der notwendige Sieg. Nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg ist klar, dass die Rot-Weißen in ihre elfte Drittliga-Saison gehen werden. Mann des Spiels war Elias Huth mit zwei Treffern.

Die Sachsen-Anhalter starteten fast mit der gleichen Formation wie in der Vorwoche bei der Punkteteilung gegen Viktoria Köln (1:1). Lediglich die gelbgesperrten Niklas Kreuzer und Tom Zimmerschied mussten ersetzt werden. Für sie rückten Elias Löder und Jan Shcherbakovski in die Startelf.

Huth trifft vom Punkt

Michael Eberwein  10, Hallescher FC gestikuliert.

Der HFC hatte zu Beginn mehr Spielanteile, kam aber nicht wirklich zu gefährlichen Angriffen. Die bereits abgestiegenen Kickers, die als fünftes Team der Geschichte von der 2. Bundesliga in die Regionalliga durchgereicht wurden, machten nach zehn Minuten erstmals auf sich aufmerksam. David Kopacz scheiterte aus knapp zehn Metern aber an der Fußabwehr von Daniel Mesenhöler (10.). Wenige Minuten später scheiterte Saliou Sané ebenfalls aus Nahdistanz am HFC-Keeper. In dieser Phase war nichts von der von Coach André Meyer im Vorfeld geforderten defensiven Stabilität zu sehen. Die Hallenser überstanden die kurze Druckphase aber ohne weiteren Schaden. Nach knapp einer halben Stunde ging der HFC schließlich in Führung. Nach einem langen Ball in die Spitze wurde Elias Huth beim Abschluss geschubst - es gab Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher in die Mitte. Kurz vor der Pause kam Würzburg noch einmal auf. Der für den verletzt ausgewechselten Ex-Dynamo Marvin Stefaniak ins Spiel gekommene Marvin Pourie traf aber nur den Außenpfosten (45.) und setzte einen Freistoß über das Tor (45.+2).

Schnelle Antwort des HFC

In der zweiten Hälfte standen beide Teams lange Zeit gut sortiert und ließen defensiv nicht wirklich etwas zu. So dauerte es bis zur 63. Minute, bis mal wieder so etwas wie Gefahr vor einem Tor entstand. Aber Mesenhöler konnte den Schuss von Kopacz aus knapp 20 Metern locker aufnehmen. Dann wurde es doch noch etwas wild auf dem Platz. Erst traf die Würzburger durch den frisch ins Spiel gekommenen Peter Kurzweg zum Ausgleich. Er spitzelte den Ball nach gutem Anspiel aus acht Metern an Mesenhöler vorbei (74.). Vier Minuten später aber jubelte der HFC wieder. Nach einem Einwurf war der HFC gedankenschneller, die Hereingabe köpfte Huth aus wenigen Metern in die Maschen. Würzburg beklagte sich fürchterlich über den Treffer, weil Halle sich einen Vorteil verschafft haben soll. Aber es war alles sauber. Kraulich hatte eine Verletzung angedeutet, war dann aber wieder ins Abwehrzentrum gelaufen. Laut eigener Aussage, habe er eine Auswechslung angezeigt. Das Spiel aber wurde nicht unterbrochen. Halle spielte schnell und erfolgreich, während die Defensive der Kickers einfach nicht wach genug war.

Randnotiz: Für Michael Eberwein ist die Zeit in Halle schon vor dem letzten Spiel vorbei. Er sah in der ersten Halbzeit seine fünfte Gelbe Karte und wird damit zum Saisonabschluss fehlen.

Das sagten die Trainer

André Meyer (Halle): Stimme folgt

Ralf Santelli (Würzburg): Stimme folgt

Quelle: MDR

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