Crimmitschau dreht Sachsenderby in Weißwasser – Dresden chancenlos beim Spitzenreiter

Logos der Vereine Dresdner Eislöwen, Lausitzer Füchse und Crimmitzschauer Eispiraten vor Eishockey-Hintergrund

Eishockey | DEL2

Crimmitschau dreht Sachsenderby in Weißwasser – Dresden chancenlos beim Spitzenreiter

Die Eispiraten Crimmitschau haben sich am Freitag auch von einem Zwei-Tore-Rückstand in Weißwasser nicht aufhalten lassen und bleiben nach dem 3:2-Derbysieg weiter ungeschlagen. Während die Lausitzer Füchse durch ihre zweite Saisonniederlage auf Platz sieben rutschten, bleibt Crimmitschau erster Verfolger von Spitzenreiter Löwen Frankfurt – die wiederum waren für die Dresdner Eislöwen dagegen eine Nummer zu groß. Dresden belegt nach der 1:5-Auswärtspleite aktuell Rang neun.

Die Eispiraten Crimmitschau bleiben in der noch jungen DEL2-Saison auch nach dem 5. Spieltag weiter ungeschlagen. Im ewig jungen Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse drehte das Team von Trainer Marian Bazany einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2 (0:0/1:2/2:0)-Auswärtssieg.

Reisnecker und Feser lassen Crimmitschau jubeln

Nach torlosem ersten Drittel brachte Peter Quenneville die mit 2.000 Fans ausverkaufte Eishalle in Weißwasser alsbald zum Kochen. Der Doppelpack des Kanadiers binnen 180 Sekunden (22./25.) – schon dessen Saisontore sechs und sieben – ließ die Lausitzer Füchse auf den vierten Saisonsieg hoffen. Aber Crimmitschau, das kurzfristig auf die Dienste der Talente Tim Lutz und Simon Stowasser von DEL-Kooperationspartner Bremerhaven zurückgriff, schlug noch im gleichen Drittel zurück. Thore Weyrauch verkürzte nach Vorarbeit von Vincent Schlenker (35.).

Und im Schlussabschnitt kam es noch besser für die bislang noch ungeschlagenen Eispiraten: Jeweils in Überzahl drehten Filip Reisnecker (46.) und Scott Feser (50.) die Partie komplett. Weil Goalie Luka Gracnar seinen Kasten anschließend sauber hielt, hat Crimmitschaus beeindruckende Serie einstweilen weiter Bestand.

Klare Eislöwen-Niederlage beim Spitzenreiter in Frankfurt

Die Reise hat sich nicht gelohnt. Die Dresdner Eislöwen mussten am Freitagabend bei den Löwen Frankfurt antreten und kamen mit leeren Händen zurück. Am Ende hieß es vor 2.867 Zuschauern 1:5 (1:2/0:3/0:0) für die Mannschaft von Cheftrainer Andreas Brockmann.

Eishockeyspieler im Kampf um den Puck.

Obwohl sich die Dresdner viel vorgenommen hatten, war der Spitzenreiter vor heimischen Publikum für die Sachsen eine Nummer zu groß. Sechs Minuten hielten die Dresdner mit, dann zappelte der Puck zum ersten Mal im Kasten von Goalie Janick Schwendener. Darren Mieszkowski fälschte einen Schuss von Marius Erk unhaltbar ab und nur 22 Sekunden später legte Dylan Wruck für die Gastgeber nach. Die Eislöwen hatten die kalte Dusche aber gebraucht und kamen besser ins Spiel. In eigener Unterzahl verkürzte Nicklas Mannes. Mit einem wuchtigen Schlagschuss erzielte der Verteidiger den Anschlusstreffer (12.).

Im zweiten Spielabschnitt machten dann die Hessen im Löwen-Duell alles klar. Rylan Schwartz (21.), Ryon Moser (30.) und Yannick Wenzel (31.) schraubten mit ihren Toren das Ergebnis auf 5:1. Im letzten Drittel durfte bei den Gästen Kristian Hufsky ins Tor. Er zeichnete sich durch gute Paraden aus und kassierte keinen Treffer mehr. Trainer Brockmann sagte nach der Schlusssirene: "Wir wussten, dass Frankfurt sehr hart kommen wird. Unser Unterzahltor hat uns neue Luft gegeben und mit dem 1:2 nach dem ersten Drittel in Frankfurt konnten wir leben. Dann ist es aber schwer, gegen so eine gute und disziplinierte Frankfurter Mannschaft zu bestehen."

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red

MDR | Stand: 15.10.2021, 23:03

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