Corona-Maßnahmen: Weiterhin massive Einschränkungen im Sport

Ein Mund-Nasen-Schutz in einem Tornetz, davor ein Ball und Fußballschuhe

Sport

Corona-Maßnahmen: Weiterhin massive Einschränkungen im Sport

Alle Zeichen stehen auf Verlängerung des Teil-Lockdowns zunächst bis zum 20. Dezember. Das sieht eine Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten vor. Bedeutet u.a.: Weiterhin Geisterspiele und kein Amateursport.

Alle Zeichen stehen auf Verlängerung des Teil-Lockdowns zunächst bis zum 20. Dezember. Das sieht eine Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten vor der Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (25. November) vor. Demnach bleiben die Geisterspiele im Profisport bestehen und der Amateursport ruht weiterhin. Zumindest eine Verkürzung der Quarantänezeit ist geplant.

Die Corona-Krise hat den Sport weiterhin fest in der Hand und wird auch künftig für massive Einschränkungen sorgen. Wie aus einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, plädieren die Bundesländer dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember dieses Jahres bundesweit aufrechtzuerhalten. Grundlage dafür ist eine Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch (25. November).

Weiterhin Geisterspiele im Profi-Sport - Amateursport ausgesetzt

Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Wie geht es weiter in der Regionalliga? 02:22 Min. Verfügbar bis 24.11.2021

Verlängerung der Hilfsmaßnahmen für Profivereine

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Verkürzung der Quarantänezeit

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten. Das hatte vor allem im Handball zu diversen Spielabsagen und wegen des dadurch zunehmenden Termindrucks zu einer kontroversen Debatte um eine mögliche WM-Absage geführt.

DHfK-Manager Günther möchte SPD-Politiker Lauterbach überzeugen

Geschäftsführer Karsten Günther, SC DHfK Leipzig

In diesem Zusammenhang hat Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig, den SPD-Politiker Karl Lauterbach zu einer Stippvisite beim Handball-Bundesligisten eingeladen. Lauterbach hatte vorher in einem Interview ein düsteres Bild speziell vom Hallensport gemalt und für eine Ligen-Unterbrechung plädiert. "Der Hallensport ist bei den momentan hohen Fallzahlen nicht sicher zu begleiten und auch mit Corona-Tests der Sportler nicht sicher zu machen", hieß es von Lauterbach. Günther konterte in der LVZ (Ausgabe Dienstag) mit den Worten: "Wir wollen mit einem guten Hygienekonzept, Daten und Fakten überzeugen." Nach Aussage des Managers "treffen ausschließlich negativ getestete Spieler aufeinander. Jeder mit nur einer geringen Viruslast wird sofort erkannt und vorerst ausgeschlossen. Wir reduzieren das Risiko auf das absolute Minimum".

Günther möchte deshalb eine neue Unterbrechung des Spielbetriebes unbedingt verhindern: "Wie die Studie Restart-19 gezeigt hat, können wir völlig pandemie-neutral mit bis zu 25 Prozent der Zuschauer spielen, ohne jemanden zusätzlich zu gefährden. Jeder Zuschauer hätte nur eine feste Kontaktperson."  

jmd/dpa

Kicken im Vorgarten und kein Ende? 01:34 Min. Verfügbar bis 24.11.2021

MDR | Stand: 24.11.2020, 14:30

Darstellung: