Bundestrainerin Voss-Tecklenburg: "Die Zeit in Jena hat mich sehr geprägt"

"SpiO"-Talk mit Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg 16:35 Min. Verfügbar bis 21.09.2022

Fußball | WM-Qualifikation

Bundestrainerin Voss-Tecklenburg: "Die Zeit in Jena hat mich sehr geprägt"

Die Zeit als Vereinstrainerin in Jena hat Martina Voss-Tecklenburg in angenehmer Erinnerung. Jetzt leitet sie die Geschicke als Bundestrainerin. Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Serbien sprachen wir mit ihr im "SpiO"-Talk.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist am Sonnabend (18. September) erfolgreich in die WM-Qualifikation gestartet. In Cottbus feierte das Team einen 7:0-Kantersieg gegen Bulgarien. Am Dienstag (21. September) steht die nächste Bewährungsprobe in Chemnitz an. Vor der Partie gegen Serbien sprachen wir im "SpiO"-Talk mit Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

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Mit dem Ministerpräsidenten ins Grüne Gewölbe

Die Tage vor dem Spiel hatte sich die Mannschaft in einem Dresdner Hotel einquartiert. Besonders freute es Martina Voss-Tecklenburg, dass nicht nur das Sportliche im Vordergrund stand, sondern auch die Kultur nicht zu kurz kam. So machte es Ministerpräsident Michael Kretschmer möglich, dass die Spielerinnen auch das Grüne Gewölbe besuchen konnten.

Zu "unerwünschter" Zeit gegen einen starken Gegner

Nach dem überlegenen Erfolg gegen Bulgarien spendete das Publikum in Cottbus "viel Applaus". Den wünscht sich Voss-Tecklenburg auch von den Chemnitzer Zuschauern, obwohl ihr die Anstoßzeit 16 Uhr nicht so recht passt. Lieber wäre ihr ein Flutlichtspiel, damit mehr Fans die Möglichkeit erhalten könnten, die DFB-Elf zu sehen.

Trainerin Martina Voss-Tecklenburg

Den kommenden Gegner schätzt die 53-Jährige als stark ein. "Serbien ist ein anderes Kaliber als Bulgarien. Sie haben tolle Fußballerinnen, die auch im Ausland spielen und in Teams aktiv sind, die in der Champions League spielen. Eine sehr spielstarke Mannschaft“, sagte Voss-Tecklenburg. "Es wird ein interessantes Fußball-Spiel, was wir aber dominieren wollen. Das ist unser Anspruch."

Mehr Akzeptanz erwünscht

Da der Frauen-Fußball in Sachen Akzeptanz den Männern immer noch hinterherhinkt, wünscht sich Voss-Tecklenburg neue Impulse. "Wir brauchen mehr Sichtbarkeit, da viele Menschen gar nicht wissen, dass oder wann wir spielen. Wegen der Corona-Lage konnten wir die Tickets nur online verkaufen, das ist nicht jedem nahe. Wären die Tageskassen offen, wäre es für viele einfacher."

Freude über Jenaer Aufstieg - bis 2027 noch Bundestrainerin

Martina Voss-Tecklenburg war auch Vereinstrainerin bei den Frauen des USV Jena, der nunmehr als FC Carl Zeiss Jena im Oberhaus spielt. Eine große Freude für sie. "Tatsächlich habe ich nie den Kontakt nach Jena verloren, obwohl ich nur sieben Monate da war. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich freue mich, dass Jena wieder zurück in der Bundesliga ist", meinte die gebürtige Duisburgerin, die noch bis 2027 als Bundestrainerin weitermachen möchte.

jmd

MDR | Stand: 21.09.2021, 10:35

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