2. Fußball-Bundesliga Union Berlin nutzt Magdeburger Fehler

Stand: 02.07.2022 20:20 Uhr

Der 1. FC Magdeburg liefert gegen Union Berlin einen beherzten Kampf, leistete sich bei der am Ende klaren Heimniederlage aber einige individuelle Fehler.

Der 1. FC Magdeburg hat zwei Wochen vor dem scharfen Zweitliga-Start gegen Bundesligist Union Berlin eine 1:4-Niederlage kassiert. Das Team von Trainer Christian Titz lud dabei mit einigen eigenen Fehlern die Gäste zu Tore ein, spielte vor allem in der ersten Halbzeit aber sehr schwungvollen Fußball. "Wir haben vier individuelle Fehler gemacht und vier Tore kassiert", ärgerte sich Alexander Bittroff nach dem Spiel.

Doppelschock in der Anfangsphase

Die Vorfreude in Magdeburg ist groß, das Stadion war bei sommerlichen Temperaturen gut gefüllt. Doch der Zweitliga-Aufsteiger war noch nicht richtig auf dem Platz. Das nutzten die Berliner, die mit dem ersten Angriff in der ersten Minute in Führung gingen. Nach einer Rechtsflanke stand Andreas Voglsammer im Strafraum mutterseelenallein und köpfte ins linke Eck ein. Und der FCM verteilte zunächst weiter Geschenke. In der achten Minute spielte Keeper Dominik Reimann den Ball in die Füße eines Berliners, der schnell auf Kevin Behrens ablegte. Der 31-Jährige konnte sich aus 15 Metern die Ecke aussuchen, netzte flach links ein. Ein klassischer Fehlstart.

Testspiel 1. FC Magdeburg vs. Union Berlin - Tor Voglsammer

Berliner Führung durch Voglsammer in der ersten Minute

Seguin-Eigentor bringt Magdeburg zurück

Doch Magdeburg drehte nun auf, vor allem Tatsuya Ito war auf der linken Seite kaum zu stoppen. Gute Chancen blieben zunächst ungenutzt, in der 31. Minute dann auch eine sehr gute, als Baris Atik einen Elfmeter an den rechten Pfosten setzte. Doch der Aufwand wurde nur 120 Sekunden später belohnt. Atik schlug einen Freistoß fast von der Eckfahne in den Fünfer, wo Paul Seguin unglücklich ins eigene Tor traf. Danach drückte Magdeburg weiter, zunächst ohne Erfolg.   

Testspiel 1. FC Magdeburg vs. Union Berlin

Verdienter Anschlusstreffer der Magdeburger

Union runderneuert - Endo und Skarke stechen

Die Berliner wechselten zur zweiten Halbzeit die komplette Mannschaft aus. Und waren wieder das aktivere Team. Keita Endo vergab in der 49. Minute zunächst einen Riesen, um dann sechs Minuten später eiskalt aus 16 Metern zum 1:3 zu vollenden. Danach sahen die knapp 8.000 Fans bemühte Magdeburger, die aber gegen gut gestaffelte Gäste nicht mehr zu nennenswerten Chancen kamen. Die Berliner aber hatten noch einen in der 87. Minute. Tim Skarke nutzte einen Konter, traf durch die Hosenträger von Keeper Dominik Reimann zum Endstand.

Paul Seguin und Baris Atik

Paul Seguin und Baris Atik im Duell

Trainerstimme

Christian Titz sagte nach der Partie: "Wir wollten unser Spiel mit dem Ball durchbringen, das haben wir geschafft. Wir haben in der ersten Halbzeit viele Chancen gehabt. Wir wollten in der Verteidigung gut aufgestellt sein. Zwei Innenverteidiger und der Sechser machen die Fehler, die machen das Tor. Wir haben vier Mal gepatzt. Aber es hat uns nicht umgeworfen. Wir hätten bis zur Pause das Ergebnis schon anders stellen können. In der zweiten Halbzeit haben wir uns mit dem Gegentor wieder bestraft. Am Ende war es genau der gute Test, den wir gewollt haben."

Stimmen zum Spiel 1. FC Magdeburg gegen Union Berlin

rei