Radsport | Bahnrad-EM Bahnrad-Frauen holen zwei EM-Titel

Stand: 12.08.2022 17:05 Uhr

Traumstart für die deutschen Bahnrad-Frauen bei der EM in München: Der Gold-Vierer von Tokio hat sich den nächsten Titel in der Mannschaftsverfolgung gesichert. Auch im Teamsprint hatten die Deutschen die Nase vorn.

Nach Erfolgen bei den Olympischen Spielen in Japan und der WM wiederholte das Quartett um Lisa Brennauer (Durach), am Freitag den EM-Triumph aus dem Vorjahr und wurde seiner Favoritenstellung erneut gerecht. Es war die erste deutsche Goldmedaille bei der Multi-EM.

Brennauer: "Wahnsinns-Atmosphäre"

"Das Publikum hat uns vom Start so angefeuert, es war gigantisch. Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können", sagte Brennauer in der ARD und sprach von einer "Wahnsinns-Atmosphäre". Die Olympiasiegerinnen Brennauer, Franziska Brauße (Öschelborn), Mieke Kröger (Bilefeld) und Lisa Klein (Erfurt) rasten in der ersten Entscheidung der Bahnrad-Titelkämpfe in 4:10,872 Minuten zum Sieg. Im Finale setzte sich das mit Goldhelmen ausgestattete Team gegen Italien (4:11,571) durch. Bronze sicherte das Quartett aus Frankreich. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Olympiasieg war es war das letzte Rennen in dieser Formation. Brennauer beendet in München ihre Karriere. Die 34-Jährige ist noch in der Einerverfolgung sowie auf der Straße im Einsatz.

Männer-Quartett auf Rang vier

Die deutschen Männer verpassten in München die erhoffte Medaille. Im Rennen um Bronze unterlag das Quartett mit Tobias Buck-Gramcko, Nicolas Heinrich, Theo Reinhardt und Leon Rohde ( 3:55,841 Minuten ) gegen Großbritannien ( 3:54,373 ).

Zweites Team-Gold: Bahnrad-Sprinterinnen gewinnen EM-Titel

Auch die Sprinterinnen Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Emma Hinze haben triumphiert. Die Olympia-Zweiten von Tokio bezwangen am Freitag im Finale das Trio aus den Niederlanden in 38,061 Sekunden. Zuvor hatte der Vierer der Frauen bereits den EM-Titel gewonnen. Platz drei sicherten sich die Polinnen durch einen Erfolg im kleinen Finale gegen Frankreich. Überschattet wurde die Qualifikation für die Endläufe durch einen spektakulären Sturz von Mitfavorit Großbritannien. Durch einen technischen Fehler kamen Sophie Capewell und Emma Finucane ausgangs der ersten von drei Runden zu Fall und mussten mehrere Minuten auf der Bahn medizinisch behandelt werden. Beiden Fahrerinnen gehe es jedoch gut und sie würden stärker zurückkommen, teilte der britische Radsport-Verband mit.

sid/dpa