Enttäuschung beim FSV Zwickau trotz Rekords

FSV Zwickau gibt Sieg in München noch aus der Hand 01:33 Min. Verfügbar bis 29.11.2022

Fußball | 3. Liga

Enttäuschung beim FSV Zwickau trotz Rekords

Rekord eingestellt - und dennoch nicht so ganz glücklich: So erging es dem FSV Zwickau im Montagsspiel der 3. Liga. Denn die Sachsen waren im Münchner Olympiastadion bei Türkgücü lange auf Siegkurs.

Der FSV Zwickau hat sich zum Abschluss des 17. Spieltags der 3. Fußball-Liga mit einem 2:2-Unentschieden bei Türkgücü München begnügen müssen. Die Sachsen stellten zwar den eigenen Drittliga-Rekord von neun ungeschlagenen Partien ein, ärgerten sich aber dennoch über den späten Ausgleich.

Das 0:1 durch Johan Gomez (FSV Zwickau)

Zwickau begann mit viel Ballbesitz, Türkgücü wirkte nach vier Niederlagen und einem Trainerwechsel verunsichert. Aber Ertrag konnten die Gäste aus dieser Überlegenheit nicht erzielen. Offensiv blieb es bei langen Bällen, die versandeten. Die Gastgeber brauchten ein wenig, waren dann aber sofort brandgefährlich: Der völlig freistehende Boubacar Barry köpft rechts daneben (18.). Zwickau wurde nun passiver - und ging dennoch in Front, als Torwart René Vollath eine Linksflanke von Patrick Göbel nur abklatschen konnte und Johan Gomez die Kugel in den Winkel setzte (32.).

Ein Traumpass des Schotten Andy Irving brachte Münchens Topspieler Sercan Sararer in Position - der lange bei Dynamo Dresden im Gespräch gewesene Offensivakteur überwand Matti Kamenz und glich aus (43.). Nach Lapsus von Steffen Nkansah hätte Petar Sliskovic fast noch nachgelegt, war aber wohl selbst zu überrascht und traf den Ball nicht wirklich gut. Da hatte das Team von Robin Lenk, der den an Corona erkrankten Joe Enochs vertrat, Glück.

Ausgleich kurz vor Schuss

Türkgücü München - FSV Zwickau

Nach der Pause leistete sich der Ex-Zwickauer Alexander Sorge einen Fehler - wieder war es Gomez, der den Rutscher zum Treffer ins linke untere Eck nutzte (53.). Dominic Baumann, eigentlich in sehr guter Form, vergab das 3:1 (58.). Auch Luca Horn hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, freistehend sprang ihm der Ball zu weit weg (78.). So blieben die in Halbzeit zwei zumeist ungefährlichen Münchner im Spiel. Und wurden dann auch noch belohnt. Nkansah konnte einen Lauf des eingewechselten Eric Hottmann nicht stoppen - und Max Reinthaler bugsierte die Kugel zwei Minuten svor dem Ende ins eigene Netz (88.).

Das sagten die Trainer

Robin Lenk (Trainer FSV Zwickau): "Gefühlt sind das jetzt erst einmal zwei verlorene Punkte. Wenn man lange 2:1 führt, dann auch das 3:1 machen kann, das spielen wir unsauber aus ... und dass dann bei den Temperaturen und Witterungsbedingungen einmal einer durchrutschen kann, ich glaube, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass es nicht drei Punkte geworden sind. Ich glaube, über die 90 Minuten hätten wir den Sieg verdient gehabt."

Zwickaus Trainer Lenk ärgert sich: "Zwei verlorene Punkte" 02:33 Min. Verfügbar bis 29.11.2022

Alper Kayabunar (Interimstrainer Türkgücü): "Wir hätten gerne gewonnen, aber wenn Du bis zur 85. Minute glaube ich, hinten liegst, und dann noch ein Tor machst, bist Du schon froh über den Punkt. Wir haben die Niederlagenserie gestoppt, das war auch wichtig. Im Endeffekt freuen wir uns über den Punkt."

cke

MDR | Stand: 29.11.2021, 22:50

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