Top-Talent Blanco streikt sich bei Eintracht Frankfurt ins Aus

Blanco wohl ohne Zukunft in Frankfurt

00:39 Min. Verfügbar bis 30.11.2022


Top-Talent verweigert U19-Einsatz

Top-Talent Blanco streikt sich bei Eintracht Frankfurt ins Aus

Fabio Blanco wird bei Eintracht Frankfurt immer mehr zum großen Missverständnis. Da sich der 17-Jährige weigert, in der U19 Spiel- und Trainingsminuten zu sammeln, sind die Fronten wohl endgültig verhärtet. Die Zeichen stehen auf Trennung.

Mit der Verpflichtung von Fabio Blanco war Eintracht Frankfurt vor der Saison ein echter Coup gelungen. Der 17 Jahre alte Spanier hatte bei zahlreichen internationalen Top-Clubs auf dem Zettel gestanden, sich dann aber für einen Wechsel nach Hessen entschieden. Hier in Frankfurt, so Blancos Plan, könne er am ehesten Spielpraxis in einer Profiliga sammeln und zu einem Star heranwachsen. Ende November lässt sich sagen: Daraus wurde nichts. Und spätestens seit diesem Freitag scheint eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen.

Blanco lehnt Training bei U19 ab

Denn wie Trainer Oliver Glasner auf der Spieltags-Pressekonferenz berichtete, ist die Situation mit Blanco, der als bester Spieler seines Jahrgangs in Spanien gilt, inzwischen "sehr kompliziert". Die neueste Episode in der langen Geschichte der kleineren und größeren Streitereien: Blanco widersetzte sich in dieser Woche einer Anweisung von Glasner und weigerte sich, vorerst bei der U19 zu trainieren. "Er hat gesagt, dass er das nicht will", so Glasner. "Es ist ein bisschen verzwickt."

Glasner betonte weiter, dass Blanco derzeit nicht in der Verfassung sei, um der Mannschaft zu helfen. Da es aufgrund der vielen englischen Wochen kaum echte Trainingseinheiten gebe, sei es für den Nachwuchsspieler das Beste, bei der Frankfurter A-Jugend unter deren Trainer Jürgen Kramny "ordentliche Einheiten zu absolvieren und Spielminuten zu sammeln". Von diesem Vorhaben hielt Blanco, der laut einem Bericht von Sport1 einen Vertrag nur für die erste Mannschaft besitzt und sich auf sein Anrecht auf Training berief, jedoch nichts und lehnte ab. Ein Affront.

Die Eintracht-PK vor dem Duell mit Union Berlin 21:22 Min. Verfügbar bis 30.11.2022

Die Zeichen stehen auf Trennung

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hatte unter der Woche zwar noch in der Bild-Zeitung betont, dass Blanco sich super entwickelt habe und behutsam aufgebaut werden solle. Dafür könnte es jetzt aber wohl schon zu spät sein. Nach Informationen des hr-sport streben Blanco, der bislang noch nie im Kader stand und selbst bei einigen Trainingsspielen außen vor war, und sein Berater schon im Winter eine andere Lösung an. Sprich: Der Spanier will die Eintracht verlassen und bei einem anderen Club durchstarten.

Dass die Fronten verhärtet sind, ließ auch Glasner am Freitag durchblicken. Der Österreicher gilt zwar als kommunikativ und offen. Bei Undiszipliniertheiten kennt er aber kein Pardon. "Alles andere müssen jetzt der Club und sein Berater besprechen", sagte er. Das ehemals so große Projekt Blanco ist wohl bereits nach einem halben Jahr gescheitert. Eine Trennung scheint unvermeidlich. Der FC Barcelona soll bereits angefragt haben.

HR | Stand: 26.11.2021, 21:19

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