Siebenkampf: Carolin Schäfer sagt Start in Ratingen ab

Frauen und Muskeln. Wer definiert Weiblichkeit? 18:12 Min. Verfügbar bis 18.06.2022

Olympia-Siebenkampf

Siebenkampf: Carolin Schäfer sagt Start in Ratingen ab

Siebenkämpferin Carolin Schäfer wird nicht bei der letzten Olympia-Qualifikation starten. Sie hat die Folgen ihrer Corona-Impfung zwar überstanden, aber der Wettkampf kommt für sie noch zu früh. Der Bundestrainer zeigt Verständnis für die Absage.

Die Europameisterschaftsdritte Carolin Schäfer hat ihren Start bei der letzten Olympia-Qualifikation am Wochenende in Ratingen abgesagt. Die Folgen ihrer Corona-Impfung habe sie zwar überwunden, doch der Wettkampf komme für die Siebenkämpferin zu früh, teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband am Freitag mit.

Die 29-Jährige Medaillenkandidatin von Eintracht Frankfurt konnte wegen Nebenwirkungen einer Corona-Impfung bereits Ende Mai nicht am Mehrkampfmeeting in Götzis (Österreich) teilnehmen. "Bis zuletzt haben wir alles versucht", ließ Schäfer mitteilen. "Die Vorbereitung auf Ratingen lief soweit nach Plan, aber um dort leistungsfähig zu sein, mussten wir natürlich wettkampfnah trainieren."

Bundestrainer: "Für sie gilt, so schnell wie möglich wieder belastbar zu werden"

In den letzten Einheiten habe sie aber gemerkt, dass es für einen Start in Ratingen noch nicht reiche. Die Norm für die Sommerspiele in Tokio von 6420 Punkten hat die Olympia-Fünfte schon 2019 übertroffen, so dass ein sogenannter Leistungsnachweis mit 6250 Punkten in Ratingen genügt hätte. Ihre persönliche Bestleistung von 6836 Punkten hatte sie 2017 aufgestellt.

"Für das Mehrkampf-Meeting in Ratingen ist das natürlich ein großer Verlust, aber für Caro gilt es jetzt, so schnell wie möglich wieder belastbar zu werden", sagte Frank Müller, Leitender Bundestrainer Mehrkampf. Wie bei der Nominierung für die Tokio-Spiele nun verfahren wird, teilte der DLV nicht mit.

HR | Stand: 18.06.2021, 14:32

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