Luka Jovic: So lief der Eintracht-Deal mit Real Madrid

Bobic: "Schade, dass am VAR gespart wird" 03:18 Min. Verfügbar bis 13.01.2022

Die Hintergründe der Leihe

Luka Jovic: So lief der Eintracht-Deal mit Real Madrid

Luka Jovic soll zu Eintracht Frankfurt zurückkehren. Nur noch Details sind zu klären. Damit der Deal klappte, musste am Ende aber auch Real Madrid auf die Hessen zugehen.

Luka Jovic "kommt nach Hause". Das erklärten nach der 1:4 (1:0)-Niederlage von Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal am Dienstagabend in Leverkusen Coach Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic unisono. Nach Bas Dosts Wechsel nach Brügge kommt mit Jovic nicht nur ein neuer Stürmer, sondern auch ein echter Kracher. Jovic soll bis zum Sommer per Leihe in Hessen bleiben, muss nur noch den Medizin-Check bestehen. Nur: Lange schien eine Rückholaktion des Stürmers von Real Madrid illusorisch. Nun ging es doch ganz flott. Bleibt die Frage: Wie fädelte die Eintracht den Jovic-Deal ein?

Bobic gab nach der Partie einen Einblick über die Hintergründe der Leihe. "Wir sind froh, dass wir mit Real Madrid diesen Deal hinbekommen haben", erklärte der Eintracht-Manager und ging auf den Kern ein: "Es war ökonomisch machbar. Ich muss Real Madrid ein großes Kompliment machen, wie sie uns entgegen gekommen sind und uns helfen."

Bobic: Am Ende des Tages alle Gewinner

Besonders die Frage des Gehalts war lange Zeit der große Knackpunkt der Rückhol-Aktion. Jovic verdient dem Vernehmen nach knapp zehn Millionen Euro in Madrid, eine Summe, die für die Frankfurter nicht zu stemmen gewesen wäre. Nur mit der finanziellen Hilfe von Real klappte nun der Deal.

"Es ist so gestaltet, dass wir am Ende des Tages alle Gewinner sind", so Bobic. Bedeutet: Die Madrilenen beteiligen sich am Gehalt des Stürmers, damit der Serbe in Frankfurt bis zum Sommer wieder zur Form alter Tage findet. Nach hr-sport-Informationen war das Gesamtpaket aus Sicht der Eintracht zu gut, um es abzulehnen. Real ging enorm weit auf die Eintracht zu, für die die Leihe dadurch kein finanzielles Wagnis ist.

Jovic wollte nur nach Frankfurt

Zweiter wichtiger Punkt: Jovic wollte unbedingt zur Eintracht. "Ich habe gestern Abend mit ihm telefoniert. Er hat alles daran gesetzt, dass er nach Frankfurt kommen kann", berichtete Hütter am Dienstagabend: "Die Gespräche waren sehr, sehr gut. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, ihn wieder zu hören und er sich auch."

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Wie zu hören ist, ging die eigentliche Wechsel-Initiative von Jovic selbst aus. Der Stürmer hatte nach hr-sport-Informationen auch mehrere Angebote anderer europäischer Spitzenclubs, lehnte diese aber ab, da er unbedingt nach Frankfurt zurück wollte.

Silva bleibt Stürmer Nummer eins

Die Eintracht bekomme mit Jovic "einen außergewöhnlichen Spieler", betonte Hütter: "Es ist ein sehr, sehr spezielles Signal nach außen, aber auch nach innen für unsere Mannschaft." Klar ist aber auch: Der Serbe muss sich in der Stürmer-Hierarchie der Eintracht einordnen. Auch wenn sich Hütter enorm über die Rückkehr freut, bleibt André Silva der Angreifer Nummer eins der Hessen.

Manager Bobic hofft trotzdem, "dass Luka zu seiner alten Stärke findet. Er hat wenig gespielt in den vergangenen Jahren. Hier kennt er aber das Umfeld. Ich hoffe, dass Luka noch das eine oder andere wichtige Tor für uns schießt."

HR | Stand: 13.01.2021, 13:22

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