Erster Heimerfolg gegen Union: Eintracht schafft nächsten Last-Minute-Sieg

Eintracht holt ersten Saisonsieg daheim

01:02 Min. Verfügbar bis 28.11.2022


Erster Heimerfolg gegen Union

Erster Heimerfolg gegen Union: Eintracht schafft nächsten Last-Minute-Sieg

Mit einer der besten Saisonleistungen schafft Frankfurt den ersten Heimsieg. Filip Kostic spielt wieder groß auf - der entscheidende Treffer fällt in der Nachspielzeit.

Eintracht Frankfurt hat gegen Union Berlin beim 2:1 (1:0) den ersten Heimsieg geschafft. Die Gastgeber zeigten eine der besten Saisonleistungen, doch ließen zu viele Möglichkeiten liegen. Djibril Sow brachte Frankfurt in Führung (22.), Max Kruse glich per Elfmeter aus (62.). In der Nachspielzeit köpfte Evan N'Dicka das Siegtor (90.+5.).

Eintracht-Trainer Oliver Glasner setzte zum dritten Mal in Folge auf die gleiche Startelf, Makoto Hasebe spielte also anstelle vom genesenen Martin Hinteregger in der Abwehr. Der Coach verlangte vor der Partie Flachspiel hinter die letzte Kette der Berliner. "Union macht die Räume sehr eng, deswegen müssen wir auch Spielverlagerungen hinkriegen, um sie ins Laufen zu bekommen", so Glasner.

Eintracht spielt flink und flach nach vorne

Die Mannschaft setzte die Vorgaben gut um, spielte flink und flach nach vorne. In der siebten Minute traf Rafael Borre zum mutmaßlichen 1:0 - wurde allerdings wegen knapper Abseitsstellung zurückgepfiffen. Union überließ der Eintracht den Ball, die viel selbstsicherer agierte als noch während der Leistungsdelle vor einigen Wochen. Hinten zeichnete sich N'Dicka im ersten Durchgang durch kluges Zweikampfverhalten aus.

In der 21. Minute spielte er zudem sehenswert Filip Kostic frei, der eine Ecke herausholte und diese an den ersten Pfosten brachte. Den Abpraller donnerte Sow zur Führung ins rechte Eck. Kurz darauf war Keeper Kevin Trapp gegen Taiwo Awoniyis Schuss zur Stelle (24.) - es blieb lange die einzige Gefahr durch die Gäste.

Die Pressekonferenz nach dem Union-Spiel 19:01 Min. Verfügbar bis 28.11.2022

Kostic an allen gefährlichen Aktionen beteiligt

Auf der Gegenseite köpfte erst der sehr engagierte Daichi Kamada eine Kostic-Flanke an die Latte (25.), dann Kristijan Jakic eine Kostic-Ecke nebens Tor (29.). Kostic selbst schoss dann nach einem schnellen Konter ans Außennetz (35.). Fünf Minuten später bugsierte Borre eine tolle Hereingabe von - na klar - Kostic fahrlässig übers Tor. Der Serbe auf Außen präsentierte sich in überragender Verfassung.

Auch nach der Pause bediente er Jesper Lindström, der knapp verpasste (47.). Der zweite Durchgang war eher von Zweikämpfen als von spielerischer Klasse geprägt - einer davon führte zum Elfmeter für Union. N'Dicka kam gegen Awoniyi zu spät und traf den Angreifer klar am Fuß. Kruse verwandelte zum 1:1-Ausgleich (62.). Die Frankfurter monierten, dass der Ball zuvor im Seitenaus gewesen sei - erfolglos.

Frankfurt verdient sich den Sieg

In der zweiten Halbzeit wirkten die Frankfurter insgesamt nicht mehr so griffig und handlungsschnell wie im ersten Durchgang. Erst mit der Einwechslung von Goncalo Paciencia entwickelten die Hausherren wieder mehr Torgefahr. Je länger die Partie dauerte, desto mehr merkte man beiden Mannschaften die kräftezehrenden Europapokalauftritte unter der Woche an.

In der fünften Minute der Nachspielzeit war es dann wieder Kostic, dessen Hereingabe in den Strafraum segelte. N'Dicka wuchtete den Ball mit dem Kopf zum abermaligen Last-Minute-Tor ins Netz (90.+5.). Frankfurt verdiente sich den Sieg vor allem durch die starke erste Hälfte. Das Team wirft weiter kämpferisch alles in die Partien und setzt Glasners Idee vom Gegenpressing immer besser um. Am Sonntag wurde die Eintracht mit dem ersten Heimsieg dafür belohnt - spät, aber verdient.             

HR | Stand: 28.11.2021, 21:23

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