Eintracht Frankfurt: Makoto Hasebe spielt und spielt und spielt

Hasebe: "Kann beide Positionen spielen und bin bereit"

00:28 Min. Verfügbar bis 20.07.2022


Eintracht-Routinier Hasebe

Eintracht Frankfurt: Makoto Hasebe spielt und spielt und spielt

Dass Makoto Hasebe im Sommer 2021 immer noch bei Eintracht Frankfurt spielt, hätte vor einem Jahr keiner gedacht. Nun geht der Japaner immer noch voran - und fühlt sich fit wie seit Langem nicht mehr.

Manchmal sind es kleine Anekdoten, die zeigen, wie wichtig jemand in einem Verein ist. Ali Akman, türkisches Top-Talent und immer noch ganz frisch bei Eintracht Frankfurt, sucht aktuell nach Orientierung im neuen Land, im neuen Verein, in dieser für ihn neuen Situation. Und dafür hat er bei den Hessen eine Lösung gefunden. Er läuft Makoto Hasebe hinterher. Und zwar ständig. Auf dem Gang in die Kabine, auf dem Weg ins Training, bei allen Übungen im Training. Akman ist Hasebes Schatten - und der kann herzlich darüber lachen. Denn es zeigt ja auch: Hasebe geht bei der Eintracht immer noch voran.

Der Japaner ist, das darf gerne immer wiederholt und betont werden, mittlerweile 37 Jahre alt. Das ist ohne Frage ein stolzes Fußballer-Alter. Und trotzdem erklärte er am Montag nach dem Training: "Ich fühle mich sehr gut und fast besser als vor eineinhalb Jahren." So etwas können nicht viele in diesem Alter von sich behaupten. Hasebe schon.

Age is just a number

Der Defensiv-Allrounder spielt und spielt und spielt. Die Binsenweisheit "Age is just a number" trifft bei ihm Wort für Wort zu. "Ich hatte vor einem Jahr eigentlich geplant aufzuhören. Aber am Ende passiert es sowieso immer anders", erklärte Hasebe. Gut für die Eintracht, denn der Stratege dürfte auch in der kommenden Saison ein wichtiger Faktor sein.

Stellt sich nur die Frage, wo Neu-Coach Oliver Glasner mit dem 37-Jährigen plant. Unter Ex-Coach Adi Hütter hatte Hasebe die meiste Zeit über den Libero gegeben, erst zum Schluss agierte er auch wieder teilweise im defensiven Mittelfeld. Der Japaner selbst möchte sich nicht festlegen, betonte am Montag lieber: "Ich kann beides spielen und muss immer bereit sein."

Unter Glasner könnte es den Libero nicht geben

Im Mittelfeld dürfte es besonders eng werden. Dort hoffen neben Hasebe auch Sebastian Rode, Stefan Ilsanker, Djibril Sow oder Rodrigo Zalazar auf Einsatzzeit. In der Abwehr-Reihe könnte es zudem unter Glasner den klassischen Libero in einer Viererkette nicht mehr geben.

Der Japaner wird seine Einsatzminuten also nicht geschenkt bekommen - das weiß er aber auch. "Wir fangen alle wieder bei Null an. Das ist aber nichts Besonderes. Natürlich muss ich wieder um meine Position kämpfen." Dennoch wolle er, auch in diesem für Fußballer beinahe biblischen Alter, sein Spiel noch einmal entwickeln. Stillstand gibt's bei ihm nicht.

"Ich kann natürlich Verantwortung übernehmen"

Fortschritt im eigenen Spiel auf der einen, Staffelstab in Sachen Verantwortung aber auf der anderen Seite. Den Kapitän Hasebe wird es bei den Frankfurtern wohl nicht mehr geben. Jüngere Spieler sollten jetzt mehr in seine Rolle schlüpfen, findet er. Dafür gebe es auch viele Kandidaten, so der Japaner.

Ganz aus der ersten Reihe stiehlt er sich freilich aber auch nicht. "Ich kann natürlich Verantwortung übernehmen", beruhigte Hasebe - aber jetzt seien eben andere dran. Ali Akman kommt dafür noch nicht in Frage. Auch wenn er sich schon jetzt viel beim Eintracht-Routinier abgeschaut haben dürfte.

HR | Stand: 20.07.2021, 08:45

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